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Die Jamin-Kolumne: Auf einen Cappuccino

Düsseldorf ist ein Weg-mit-dem-eigenen-Auto-Paradies: Carsharing + Co

Das Angebot für mobile Unabhängigkeit ist in Düsseldorf für Leute, die auf ihr eigenes Auto verzichten wollen, riesig. Unser Kolumnist machte den Test, war erstaunt über die Vielfalt und serviert hier die vielen, vielen Möglichkeiten ohne eigenes Auto total mobil zu bleiben.

In den vergangenen Wochen wurde ja in den Medien, im Internet und an den Stammtischen die Luftverschmutzung in Düsseldorf diskutiert: Dieselautos bekommen möglicherweise Stadtverbot, der Bahn- und Busverkehr wird ausgebaut und die Fahrradfahrer erhalten mehr eigene Fahrspuren und öfter Vorfahrt.

Da passt es ja gut, dass ich beschlossen habe auf ein eigenes Auto zu verzichten und die Angebote von Carsharing und Co zu nutzen. Ich war baff, wie groß das Angebot in der Landeshauptstadt ist. Bei einigen Angeboten ist die Anmeldung kostenfrei, andere haben niedrige Starter-Gebühren. Fast alle Unternehmen bieten Apps für die Anmeldung und Buchung an. Hier meine Erfahrungen und Recherche-Ergebnisse:

Car2Go
Dieses Angebot nutze ich schon seit mehreren Jahren. Immer dann, wenn ich damit rechne, am Abend Alkohol zu trinken, fahre ich mit diesem One-Way-Fahrzeug, zum Beispiel einem Smart, zum Treffpunkt, parke ihn dort und nehme für die Rückfahrt ein Taxi. (Infos hier)

Moovel
Das ist eine grandiose App, die mir anzeigt, wie ich schnell mit Bus und Bahn, mit Car2Go oder MyTaxi zu meinem Fahrziel komme. Praktisch: Ich sehe auch gleich, wie teuer die Fahrt werden wird. (Infos hier)

MyTaxi, RheinTaxi + Co
Wenn ich MyTaxi bestelle, sehe ich auf einer App, wo sich das nächste Taxi befindet, wie lange es bis zu meinem Standort benötigt und wie viel die Fahrt zu meinem Ziel kostet. Praktisch – und die Fahrer sind so nett wie beim „Freundlichen Rheintaxi“, das ich nach wie vor den normalen Taxen vorziehe. Ganz besonders am Flughafen, wo mir die schlechte Laune und Meckerei bei den Warteschlangen-Taxen auf den Nerv geht, weil ich nicht nach Dortmund, sondern „nur“ für 28 Euro nach Oberkassel fahre. (Infos hier)

DriveNow
Der Konkurrent zu Car2Go mit schnuckeligen Minis. Auch dieses Angebot nutze ich seit Jahren, wenn ich ausgehen und den eigenen Wagen wegen Alkoholgenuss stehen lassen will. Denn: Parken und Beenden der Miete ist überall und jederzeit im gesamten Geschäftsgebiet möglich. (Infos hier)

Flinkster
Das Mietwagen-Angebot der Bahn kenne ich schon viele Jahre. Vorrangig an den Bahnhöfen stehen Mietwagen zur Verfügung. Das Angebot: 1.000 feste Stationen deutschlandweit 24 Stunden kostenlos online buchen und sofort losfahren. (Infos hier)

Stadtmobil
Rund 4000 Autos warten in 180 Städten in Deutschland auf die Mieter. Wie bei anderen Angeboten auch, kann man nicht nur spontan, sondern auch im voraus ein Fahrzeug per Internet mieten. Das Angebot reicht vom flotten Cabriolet für eine Wochenendspritztour über geräumige Kombis für die ganze Familie bis zum Kleintransporter für den Umzug. (Infos hier)

Greenwheels
Auch dieses Unternehmen ist deutschlandweit vertreten. Für mich wartet gleich in der Nähe meiner Wohnung ein Fahrzeug an der Hansaallee in Oberkassel. Denn das ist der Vorteil der Anbieter, deren Fahrzeuge an mehreren Standorten in der Stadt verteilt sind: Man hat es nicht weit bis zum nächsten Mietwagen. (Infos hier)

Drivy
Ich bin erstaunt, wie viele private Autovermieter es im Umkreis von meiner Wohnung gibt. Eine gute Sache: Bei Drivy kann man einen Wagen von Privatpersonen – gut versichert – mieten. Für mich gäbe es, während ich diese Kolumne schreibe, u.a. einen Opel Astra für 25 Euro/Tag. Weitere Privatauto-Mietplattformen sind CarUnity und Tamycar (Daihatsu Cuore für 15 Euro/Tag oder Mercedes C 220 für 70 Euro/Tag) / (https://www.drivy.de / www.carunity.com / www.tamycar.de)

Europcar, Avis, Sixt + Co
Wer sich bei Car2Go angemeldet hat, erhält bei Europcar 15 Prozent auf den Mietpreis – das ist doch klasse. Selbstverständlich sind vor allem für mehrtägige Touren die klassischen Mietwagenunternehmen immer eine Alternative. Ich habe beispielsweise, als mein BMW auf der Autobahn bei Eberswalde seinen Geist aufgab bei Europcar einen Mietwagen für die Fortsetzung der Urlaubsfahrt an die polnische Ostsee übernommen. Der Skoda (Automatik, Diesel, Klimaanlage etc.) kostete mich für 12 Tage rund 370 Euro. (Infos hier)

ecarflex
„Elektromobilität ist die Fortbewegung der Zukunft: Sie dient nicht nur dem Klimaschutz sondern bietet als neues Mobilitätskonzept vielversprechende wirtschaftliche Chancen. Dies hat die Stadt Düsseldorf erkannt und gemeinsam mit ihren Partnern Stadtwerke Düsseldorf AG, Drive-CarSharing GmbH und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie GmbH das Projekt E-Carflex ins Leben gerufen“, heißt es auf der Home dieses Anbieters. Ich habe es noch nicht getestet, hört sich ja interessant an: „Nach Dienstschluss stehen aus dem Fahrzeugpool der Landeshauptstadt an drei Standorten insgesamt fünf Elektroautos zu attraktiven Mietpreisen zur Verfügung.“ (Infos hier) 

Nextbike
Die Fahrräder dieses Anbieters gehören in Düsseldorf ja schon zum Stadtbild. Die Vorteile: „Rund um die Uhr ab 1€/30min Fahrräder mieten. An einer Station ausleihen und an einer anderen wieder abgeben. Ausleihe flexibel via App, Hotline-Anruf, Stationsterminal oder Bordcomputer. Einmal angemeldet – in allen nextbike-Städten und -Ländern mobil. Auf einen Account bis zu vier Fahrräder gleichzeitig ausleihen.“ (Infos hier)

Call a bike
Dieses Angebot der Bundesbahn ist hilfreich, wenn man verreist: Man kann auf den Internetseiten der Bahn ein Fahrrad in seiner Zielstadt suchen und mieten und – so die Bahn in ihrer Werbung – locker die Staus umfahren. (Infos hier)

Darüber hinaus gibt es ja noch die attraktiven Angebote der Rheinbahn mit Bus und Bahn und die S-Bahn-Anbindungen der Bahn. Unbedingt empfehlenswert ist die Handy-App der Rheinbahn und die Navigations-App der Bahn, die ich beide schon seit Jahren nutze.

Zwei Räder braucht der Mann. Mindestens...

Außerdem habe ich ein Hollandrad für die Fahrten durch Oberkassel und die City, ein schnelles Koga für die längeren Touren und zwei gesunde Beine für die Spaziergänge. Und außerdem Freunde, die mir bei Gelegenheit auch mal ihren Wagen leihen wollen.

Was wollen wir mehr?! Wir Düsseldorfer leben im Weg-mit-dem-eigenen-Auto-Paradies.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...
                                        Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

(Peter Jamin)


 


 

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