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Fruchtalarm in der Kinderkrebsklinik – und was Bestsellerautor Johannes Mario Simmel damit zu tun hat

Jeden Dienstagnachmittag besucht ein Team ehrenamtlich tätiger Studentinnen – die Düsseldorfer Fruchties – die kleinen Patienten in der Kinderkrebsklinik und mixt gemeinsam mit den Kindern bunte Fruchtcocktails, die nicht nur schmecken, sondern auch den Genesungsprozess unterstützen. Unser Kolumnist findet das klasse.

Es gibt Themen, die begleiten einen Menschen ein Leben lang. Journalisten und Schriftsteller sind von diesem Phänomen ganz besonders betroffen, da sie sich in der Regel für viele Themen in unserer Gesellschaft interessieren und sich mit ihnen auseinandersetzen.

Heute bekam ich Post von der Kinderkrebsklinik in Düsseldorf. In den vergangenen Jahrzehnten habe ich mich immer wieder einmal mit dieser Einrichtung befasst. Mehrmals durch einen Hinweis in Artikeln, bei Geburtstagen, Jubiläen oder anderen Anlässen etwas Geld zu spenden, und vor vielen, vielen Jahren in Gesprächen mit dem inzwischen verstorbenen Bestsellerautor Johannes Mario Simmel.

Bevor ich davon erzähle, möchte ich gerne über die neueste Post aus der Kinderkrebsklinik berichten. Ehrenamtlich tätige Studentinnen haben sich - mit Unterstützung der Bielefelder von Laer- Stiftung - zu einem Fruchtalarm-Team zusammengeschlossen und kreieren und mixen gemeinsam mit den kleinen Patienten auf der Kinderkrebsstation jede Woche erfrischende Cocktails.

Warum machen sie das? Krebskranke Kinder und Jugendliche kämpfen nicht nur gegen eine Krankheit , sondern um ihr Leben. „Fruchtalarm“ kommt den kindlichen Bedürfnissen nach Aktivität, Selbstbestimmtheit und Lebensfreude entgegen und hilft gleichzeitig einige Nebenwirkungen der Krebs-Therapien spielerisch zu bewältigen.

Denn die Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme der Kinder ist oft eingeschränkt und die Geschmacksnerven sind geschädigt. Die farbenfrohen Säfte, das kalte Eis, die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und die Aktivität des Ereignisses animieren die Kinder und Jugendlichen zum Mitmachen und ermöglichen ganz nebenbei die Flüssigkeitsaufnahme. (Mehr erfahren Sie unter www.fruchtalarm.info)


Berührt vom Schicksal der Kinder - spontane Hilfe angeboten

Nun zurück zu Johannes Mario Simmel. Ich traf den Bestsellerautor vor vielen Jahren in regelmäßigen Abständen, wenn er Düsseldorf besuchte. Auch war er einmal Gast in meiner „Oberkasseler Talkshow“, die ich in den 1980'er Jahren organisierte und moderierte. 

Bei unseren Begegnungen, die meistens in Simmels Düsseldorfer Lieblingshotel Breidenbacher Hof an der Kö stattfanden, sprachen wir einmal auch über die damals schlechte Ausstattung der Kinderkrebsklinik in Düsseldorf.

Der Schriftsteller war sehr berührt von dem Schicksal der Kinder und wollte helfen. 

Ich schlug ihm damals vor, doch selbst eine Geschichte über die Situation der Kinder zu schreiben und bot ihm an, diese in der Zeitung, bei der ich beschäftigt war, zu veröffentlichen. Damals arbeitete ich als Redakteur bei der Zeitungsgruppe WAZ im Ruhrgebiet.

Johannes Mario Simmel fand die Idee prima und versprach sich zu melden, wenn die Geschichte reif sei für die Veröffentlichung. Als er schließlich anrief, war es jedoch eine Bitte um Entschuldigung und der Hinweis, dass er die Geschichte gerne bei der Konkurrenz veröffentlichen würde – in der Rheinischen Post. Der Grund dafür war auch für mich nachvollziehbar, wenngleich ich auch nicht sehr glücklich darüber war, nicht in meiner Zeitung die Geschichte des Bestsellerautors veröffentlichen zu können.


 


 

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