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Die Jamin-Kolumne: Auf einen Cappuccino

Für den Friedensnobelpreis nominiert

Heute morgen erreichte unseren Kolumnister Peter Jamin über Facebook eine gute Nachricht. Die Gruppe "Civil March for Aleppo", mit der er im Winter 2016/2017 einige Tage gemeinsam bis nach Prag marschierte, ist für den Friedensnobelpreis nominiert.

Der Fotograf Janusz Ratecki, der den Friedensmarsch von Berlin aus bis in den Libanon auf seiner Website dokumentiert hat, schrieb begeistert bei Facebook: "Liebe Freunde, ich möchte eine wunderbare Nachricht teilen - die Civil March For Aleppo wurde für den Friedensnobelpreis nominiert. Ich bin mir nicht sicher, ob wir es verdient haben, ... dennoch bin ich ein wenig stolz."

3500 Friedensmarschierer machen mit

Anna Alboth, Journalistin und Autorin des Reise-Blogs „The Family Without Borders“, ist die Initiatorin der Aktion. Einige tausend Menschen waren seit Weihnachten 2016 unterwegs auf einem mehr als 3500 Kilometer langen Fußweg. (Mehr Infos gibt es hier) Manche begleiteten den Friedensmarsch nur wenige Stunden, andere gingen - wie ich - einige Tage lang mit. Viele aber marschierten monatelang quer durch Europa und darüber hinaus. Mehr als 3500 Menschen aus vielen Nationen sind es bislang. Im Juli und August 2018 zieht der Friedensmarsch durch den Libanon.

Friedensnobelpreis gute Geste

Ich saß damals auf meiner Wohnzimmer-Couch und dachte: Gute Aktion! Da sollte man mitmachen. Freunde fragten mich: Was soll denn so ein Friedensmarsch bringen?

Für mich war das klar: In einer Zeit, in der viele Staaten mit Milliarden Euro ihre Kriesgmaschinerie weiter ausbauen, ist jedes Zeichen für den Frieden wichtig. Wir brauchten eigentlich viele Tausende Friedensmärsche überall auf der Welt, um auf das Elend der Zivilbevölkerung, aber auch auf das große Leid der Soldaten hinzuweisen. Gerade erst stellte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR fest, dass fast 70 Millionen Menschen auf der Flucht vor Kriegen und Krisen sind.

Zu Gast bei Kriegsnation Russland

Vermutlich wird es ja bei einer Nominierung des "Cicil March for Aleppo" bleiben. Das macht aber nichts. Die Geste ist wichtig. Sie hilft einmal mehr auf die Kriege in der Welt hinzuweisen, während die Fußball-Welt zu Gast ist bei der Kriegsnation Russland.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...
                    Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

(Peter Jamin)


 


 

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