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Die Jamin-Kolumne: Auf einen Cappuccino

Gut, dass jeder eine Bank hat – warum die Menschen Bänke lieben

An vielen Orten auf der Welt finden wir Bänke, auf denen Menschen sitzen. Unser Kolumnist hat sich auf seine Lieblingsbank gesetzt und über den Sinn von Bänken und Banken nachgedacht.

Städte und Gemeinden, die ihren Bürgern und Besuchern etwas Gutes tun möchten, stellen an schönen Orten Bänke auf. In Düsseldorf, der Stadt am Rhein, in der ich so gerne wohne, gibt es viele Bänke. In Parks, an Spielplätzen, an Alleen, in Gärten von Kulturinstituten wie dem Goethe-Museum, im Hofgarten selbstverständlich, am Schwanensee und entlang des Rheins.

Bänke sind Burgen. Sie sind immer da, wenn wir sie brauchen. Sie bieten Schutz vor dem Lärm der Großstadt, vor der Zudringlichkeit der Mitmenschen, vor eigenen traurigen Gedanken. Bänke sind meist so platziert, dass sich vor ihnen ein freies Feld, eine Wiese, eine Lichtung oder gar eine weite Ebene, wenn nicht gleich die Düsseldorfer Rheinwiesen mit dem mächtigen Strom und dem anderen, weitläufigen Ufer öffnet. Da kommt Freude und Erleichterung auf.

Überall: am Eiffelturm, am Taj Mahal, in Soller und bei den Eskimos

Bänke sind international. Ich habe schon auf vielen Bänke in vielen Ländern gesessen. Allein oder in guter Begleitung. In Paris mit Blick auf den Eiffelturm oder am Platz der Maler oben auf Montmartre. Am Taj Mahal auf einer weißen Marmorbank im indischen Agra. In der Bucht von Port Sóller mit Blick auf den kleinen Skulpturenpark neben dem Bahnhof. In Kanada im feuchten Dunst der Niagara Falls. Oder bei Schneesturm vor der Hütte des Eskimos in Neufundland.

Ein Bank. Doppelte Bedeutung. Ein Sitzmöbel oder ein Geldhaus. Beide, die Sitz-Bank und die Geld-Bank, sind für uns noch immer Bastionen der Sicherheit, der Ruhe, der Kraft. Selbst die Wirtschaftskrise konnte das gute Image der Banken nicht wirklich erschüttern; in unserem Herzen vertrauen wir ihnen noch immer.

Sitzbänke brauchen wir, um uns auszuruhen. Um unserem Streben nach Fortschritt eine Pause zu gönnen. Um alleine einen Moment zu genießen oder zu zweit die Zukunft oder zu dritt das Leben.


 


 

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