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Monsterhunde im Straßencafé – warum Herrchen und Frauchen in die Hundeschule gehören

"Mach Platz!" Wenn das mit dem Kommandieren nur so einfach wäre, wie es klingt

Als solche entpuppte sich also der Hund aus dem "Schiff Ahoi". Jedes Mal, wenn ein anderer Hund die Tische passierte, sprang er wie von der Tarantel gestochen und die Zähne fletschend und laut und grimmig bellend hoch. Da half auch nicht das beschwörende Zureden der Besitzer. Hund stieß laute, unmenschlich klingende, knurrende Töne aus die wohl den Artgenossen klarmachen sollten: Komm mir nicht zu nah, sonst fresse ich dich.

Die Hundebesitzer waren während ihres Aufenthaltes auf der Terrasse also weniger mit Gesprächen miteinander und Kaffee trinken und Kuchen essen beschäftigt, denn damit den Hund zurückzuhalten und ihm klarzumachen, dass er sich doch gefälligst hinlegen solle. In der Hundefachsprache heißt das: "Mach Platz."

Doch das hatte der Hund wohl noch nicht gelernt. Jedenfalls stellte er sich mit stramm gespannten Muskeln in die Leine und wartete auf den nächsten ahnungslosen Artgenossen, denn er anbellen konnte. 

In einem Moment, als die Hundebesitzer unaufmerksam waren und offensichtlich die Leine zum Hund nicht fest genug in der Hand hielten, riss sich die Bestie sogar los und stürzte sich mit wütenden Geheul auf einen kleinen Foxterrier der ebenso wie sein Besitzer von dieser Attacke vollkommen überrascht wurde.

Entsetzen und Amüsement, aber immerhin: Eine Terrasse mit Programm

Die beiden Attackierten sprangen entsetzt auf die Fahrbahn, das Herrchen dreht sich um die eigene Achse während sein Hund an der kurzen Leine gehalten im Kreis um das Herrchen vor dem Angreifer flüchtete. Diesen wiederum verfolgte das Paar, um ihn wieder einzufangen, was aber nicht sofort gelang, so dass das Tierschauspiel teils zum Amüsement, teils zum Entsetzen der anderen Gäste auf der "Schiff ahoi"-Terrasse stattfand. 

Immerhin entschuldigte sich das Frauchen der Bestie bei dem Herrchen des Foxterriers, der empört weiterging und erst an der nächsten Ecke sein Tier untersuchte, ob die Attacke des Monsterhundes vielleicht Bisswunden an dem schlanken Hundekörper hinterlassen hatte. 

Das war offensichtlich nicht der Fall, denn normalerweise handeln sonst Hundebesitzer noch eine Entschädigung aus oder tauschen zumindest ihre Adressen. Dann kommt für den Besitzer des aggressiven Hundes später die Rechnung.


 


 

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