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Die Jamin-Kolumne: Auf einen Cappuccino

Nicht mit dem Hund ins Bett

Kürzlich interviewte das Morgenmagazin von WDR 2 eine Tierärztin. Es ging um die Frage, ob man einen Hund ins Bett lassen darf. Unser Kolumnist Peter Jamin sagt: Das geht gar nicht.

Die Tierärztin war dagegen der Meinung, dass man ohne weiteres mit einem Hund ins Bett können gehen könne, wenn das Tier sauber sei. Man sollte den Hund also regelmäßig waschen.

Hund wälzt sich im Dreck

Interessant war, dass der eigene Hund der Tierärztin nicht in die Küche, nicht ins Schlafzimmer, nicht ins Bad und selbstverständlich auch nicht ins Kinderzimmer darf.

Sie begründete das damit, dass ihr Hund draußen vor der Tür eine regelrechte Sau sei und sich gerne im Dreck wälze.
Hund nicht steril halten

Ich sage: Ein Hund gehört nicht ins Bett. Denn jedes Tier, das freien Auslauf in der Natur hat, wälzt sich nun mal gerne über den Boden und über für ihn entsprechend gut riechende Gegenstände - meist mit Verwesungscharakter.

Man kann einen Hund nicht steril halten. Sicherlich gibt es etliche Tierhalter, die mit ihrem Hund nicht weiter als bis zum nächsten Baum laufen und ihn dort das "Geschäft" verrichten lassen. Aber selbst diese Tiere müssen ja durch den normalen Straßendreck laufen.

Im Bett Schuhe tragen

Wenn wir unsere Hunde ins Bett lassen, können wir genau so gut beim Schlafen die Schuhe anbehalten. Denn Hundepfoten sind genau so verschmutzt vom Straßendreck wie Schuhe.

Hygienemediziner weisen darauf hin, dass wir möglichst die Schuhe schon im Flur ausziehen und in der Wohnung mit Hausschuhen laufen sollten. Hausschuhe sind vom Straßendreck verseucht. 420.000 Bakterien tummeln sich laut Studien auf unserem Schuhwerk. Auf 40 Prozent der Schuhe finden sich Darmbakterien - und auf Hundepfoten.

Hemingway nicht ins Bett

Als ich selbst noch einen Hund hatte, er hieß Hemingway, achtete ich darauf, dass er nicht ins Schlafzimmer und erst recht nicht in mein Bett kam. Nachts ließ ich allerdings die Schlafzimmertüre geöffnet, so dass er sich bei seinen nächtlichen Wanderungen durch die Wohnung auch bei mir vor dem Bett zur Ruhe legen konnte.

Wenn ich die Wohnung verließ, schloss ich die Schlafzimmertür. Nur manchmal, wenn ich dem Hund einen Gefallen tun wollte, ließ ich die Schlafzimmertür bei Abwesenheit geöffnet. Allerdings hatte ich dann eine Tagesstrecke auf dem Bett ausgebreitet.
Hund liebte mein Bett

Ich wusste, dass sich der Hund bei meiner Abwesenheit liebend gerne auf das Bett legte - es roch ja so gut nach mir.

Wenn ich dann zurückkam und die Wohnungstür öffnete, sprang er vom Bett und lief mir entgegen. Dabei machte immer einen zerknirschten Eindruck. Er wusste eben, dass er auf dem Bett nichts zu suchen hat.

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...
                        Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

(Peter Jamin)


 


 

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