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Die Jamin-Kolumne: Auf einen Cappuccino

Vermisst: Die Medien klagen, der Staat schweigt

Auch der Innenminister erklärt sich für nicht zuständig

Über meine Forderungen habe ich vor einigen Monaten auch in einem Brief an Bundesinnenminister Friedrich geschrieben. Ergebnis: Nicht zuständig. Sinnvolle Hilfen wären zwei Maßnahmen: 

  1. Eine nationale Vermisst-Internetplattform, betrieben etwa durch Bundesinnen- und Bundesfamilienministerium und den Landeskriminalämtern gemeinsam. Hier sollten umfangreiche Tipps für die Bewältigung von organisatorischen Anforderungen und Hinweise auf Selbsthilfe in psychischen Stresssituationen gegeben werden. Weiterhin könnten hier die Vermisst-Suchbilder und -plakate sowie Angaben zur Person etc. zentral eingespeist und ein moderiertes Forum für Betroffene und Fachleute eingerichtet werden. Bislang ist es so, dass jedes Landeskriminalamt eigene Suchseiten im Internet veröffentlicht und darüber hinaus Angehörige ihre Suche im Internet selbst betreiben.
  2. In jeder deutschen Stadt- und Gemeindeverwaltung sollte es einen Mitarbeiter geben, der sich in Fragen der Lösung von Problemen im Zusammenhang mit Vermisstfällen auskennt. Keine deutsche Sozialbehörde bietet den Angehörigen von Vermissten auch nur den Hinweis (etwa in der Leistungsbeschreibung der Sozialbehörde), dass man für ihre Probleme zuständig ist. Anfragen wegen Unterstützung werden vielmehr schon von den Telefonzentralen an die Polizei weiter verwiesen.

Denen allein wird die Arbeit überlassen, obwohl die Polizei aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer kritischen Personalstärke nur in Einzelfällen in der Lage ist den Betroffenen wirklich zu helfen.

Wer sich die Fernsehsendung Maischberger zum Vermisst-Thema ansehen möchte – hier der Link zu Mediathek: http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/311210_menschen-bei-maischberger/17396654_vermisst-wenn-menschen-spurlos-verschwinden

Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...
                                                                            Ihr Peter Jamin

Unser Autor ist Schriftsteller, Journalist und als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte von Unternehmen und Werbe- und PR-Agenturen tätig. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation der Publizist in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren immer wieder aufmerksam macht.

(Peter Jamin)


 


 

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