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Die Jamin-Kolumne: Auf einen Cappuccino

Weltstadt-Chic im weißen Weihnachtsdorf

Nicht nur die Hülle, auch das Innenleben renovieren

Weihnachtsmärkte, als Kaufkraftverstärker zum Ende eines Geschäftsjahres in den großen Städten beliebt, sollten mit der Zeit gehen. Sie brauchen immer wieder reizvolle Impulse, um die Käufermassen zu locken, die es sich sonst gemütlich vor ihren Fernsehgeräten machen.

Schon allein deswegen ist das neue "Weiße Weihnachtsdorf" auf dem Schadowplatz für Düsseldorf gut. 

Endlich haben da Leute Mut, weiter zu denken als bis zum nächsten Glühwein. Hoffentlich schaffen es die Kreativen der Agentur Liganova, nicht nur die Hülle mit Phantasie zu schmücken, sondern auch für ein modernes Innenleben zu sorgen?! Ich bin die Bernstein-Romantik und den Wachskerzengeruch leid. Warum mieten sich nicht Stilwerk- und andere Kö-Geschäfte in dem neuen Weihnachtsdorf ein und bieten uns in diesen Dependancen einen Budenzauber mit einer moderner Warenwelt?

Ich bin gespannt, ob die Befürworter des neuen Weihnachtsmarkt-Stils wie OB Dirk Elbers oder Planungspolitiker Alexander Fils genug Rückgrat gegenüber den Kritikern der Pläne beweisen werden. Im Rathaus formiert sich ja schon der Widerstand: „Steril“ findet die Grüne Iris Bellstedt, „alles zu gelackt" SPD-Chef Andreas Rimkus die Entwürfe.

Prompt wurde gemeckert und gemäkelt

"Mussten die unbedingt auch noch den Weihnachtsmarkt umkrempeln“, mäkelten ein paar Damen, die ich vor einigen Tagen im " Bazzar Caffé" an der Heinrich-Heine-Allee bei ihrer Zeitungslektüre belauschte. Die Zeitungen hatten Skizzen des neuen Marktes abgedruckt. Und einige Großkopferten meckerten bereits auf dem Netzwerker-Treff Düsseldorf-IN hinter vorgehaltener Hand. 

Sicher Christi Geburt fand in einem Stall statt, aber mit Gottes Segen bauten seine Erben auf Erden Touristenattraktionen wie den Vatikan und den Kölner Dom. Da sollten doch den Düsseldorfern ein paar schlichte weiße Weihnachtsmarkthütten nicht verwehrt werden.

Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...  

                                                                                Ihr Peter Jamin

Unser Autor ist Schriftsteller, Journalist und als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte von Unternehmen und Werbe- und PR-Agenturen tätig. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation der Publizist in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren immer wieder aufmerksam macht.

(Peter Jamin)


 


 

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