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Die Jamin-Kolumne: Auf einen Cappuccino

Wie schräg! Restaurants ohne Ton und Strom!

Ganz neu: Energiesparen kann auch romantisch sein

Zu ihrem Lagerfeuer-Event inspiriert wurden die pfiffigen Wirte durch einen Komplett-Stromausfall 2005 auf Mallorca. Dort machten die Restaurants in ihrer echten Not bei Kerzenlicht und kalten Tapas auf Romantik, um die Gäste nicht nach Hause schicken zu müssen – und das soll ganz gemütlich gewesen sein.

Ich finde die Idee der Düsseldorfer Wirte nicht nur schön schräg, sondern auch gelungen, weil es eine gute Möglichkeit ist, die Leute auf charmante Art daran zu erinnern, dass Energie-Sparen wichtig ist und auch Spaß machen kann.

Vielleicht sollten sich die Initiatoren beim Wettbewerb von "Deutschland – Land der Ideen" und Deutsche Bank bewerben. Auf deren Internetseite www.land-der-ideen.de sind alle zum Mitmachen aufgerufen, die außergewöhnliche Kunst- und Kulturprojekte, innovative Forschungsideen, technische Innovationen oder Umwelt- und Naturschutzprojekte vorstellen möchten. Die aktuellen 100 wegweisenden Ideen für die Stadt von morgen können von den Netsurfern auch bewertet werden.

Die Wahrheit über den vermeintlichen Künstlerkrieg?

Damit wäre meine Kolumne eigentlich geschrieben, wenn mich nicht noch eine Stellungnahme des Schauspielhauses erreicht hätte. Die möchte ich dann doch nicht unterschlagen, so dass Sie sich selbst ein Bild machen können, wie sich der Künstlerkrieg zwischen Pianist und Intendant wirklich zugetragen haben soll.

"Herr Weber wollte weder in Ruhe brunchen noch hat er den Musiker ‚rausschmeißen’ lassen. Wir hatten am Sonntagvormittag eine Matinee zum 50. Todestag von Gustaf Gründgens im Kleinen Haus. Im Anschluss (ca. 13 Uhr) hat Herr Weber seine Gäste (u.a. Fr. Prof. Fischer-Lichte, eine der führenden Theaterwissenschaftlerinnen Deutschlands, die die Festrede gehalten hatte) ins Teatro Piu zum Mittagessen eingeladen", berichtet Schauspielhaus-Pressesprecherin Petra Serwe vom Tatort-Geschehen, "der Brunch war vorbei, das PIU fast leer, es kamen die ersten Gäste aus der Matinee. Die Musik machte eine Unterhaltung leider unmöglich, so dass Herr Weber den Chef des PIU bat, die Musik zu beenden. Leider wusste Herr Weber vorher nicht, dass dort Piano gespielt wurde, sonst hätte er bereits im Vorfeld darum gebeten".

So, nun wissen Sie, was geschehen ist. Und nun los: BILD Dir Deine Meinung! Ich selbst freue mich jetzt auf "Genuss ohne Strom"- hoffentlich auch ein Genuss ohne Reue.

Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino...
                                                                              Ihr Peter Jamin

Unser Autor ist Schriftsteller, Journalist und als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte von Unternehmen und Werbe- und PR-Agenturen tätig. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation der Publizist in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren immer wieder aufmerksam macht.

(Peter Jamin)


 


 

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