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ITKM-Metropole

Die Digitale Stadt Düsseldorf boomt

„Die Aufträge kommen wieder rein“, resümmierte Dr. Rainer Bovelet von der Uni Aachen mit Blick auf die aktuellsten Zahlen der Informations-Telekommunikations und Multimediatechnik (ITKM) in der Metropolregion Düsseldorf. Diese präsentierte jetzt das Netzwerk „Digitale Stadt Düsseldorf“.

Danach liest sich alles ganz gut in Düsseldorf, Mettmann und dem Rhein-Kreis Neuss, denn die Konjunktur zieht in dieser Branche spürbar wieder an. „Die Rückgänge waren deutlich geringer als befürchtet. Der Anstieg ist überall zu erkennen, bis auf den Personalbestand“, so Bovelet. Insbesondere die Neugründungen dokumentieren den Mut und die Zuversicht junger Unternehmen in die zukunftsträchtige Branche. Chris Proios, Vorstandsvorsitzender der Digitalen Stadt Düsseldorf: „Mit fünf Prozent an Neugründungen in dieser Branche liegen wir doppelt so hoch über dem Bundesdurchschnitt.“

Um die jungen ITKM-Unternehmen kompetent zu unterstützen oder in Notfällen den kurzen Dienstweg aufzuzeigen, hoben die Netzwerker um E-Plus, Vodafone, den Stadtwerken, der Heine-Universität und rund 140 weiteren Betrieben den „Karrierebegleiter“ aus der Taufe. Diese Form von „Senior-Experte“ soll jetzt ersteinmal in einem Pilotprojekt an fünf Personen aus dem eigenen Netzwerk getestet werden. Später dann, so Vorstand Proios, werde die Idee vielleicht auch auf Nicht-Mitglieder ausgedehnt. „Danach könnten wir auch in die Gründerecke gehen.“

Keine schlechte Idee, damit in naher Zukunft aus der Mobile-Capitol Düsseldorf eine international vernetzte wird, wie sie denn auch Uwe Kerkmann, Amtsleiter der städtischen Wirtschaftsförderung, vorschwebt.

Info: Digitale Stadt Düsseldorf (DSD) e.V. wurde 2004 als reines Business-Netzwerk für Mitglieder neu gegründet. Rund 140 Unternehmen sowie Hochschulen aus der Metropolregion Düsseldorf gehören diesem Verbund an. Das DSD-Konjunkturbarometer, auf dem die Zahlen basieren, soll regelmäßig den Puls der ITKM-Wirtschaft fühlen.

DSD-Konjunkturbarometer

  1. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise forderte 2009/2010 ihren Tribut. Unternehmensbestand, Umsatz- und Beschäftigtenzahlen waren in Bund und Region sowohl im Gesamt- als auch in ITKM-Wirtschaft leicht rückläufig. Allerdings ist in der Metropolregion Düsseldorf gegen den Trend eine Zunahme der Jungunternehmen (Start-Ups) zu verzeichnen.
  2. Die ITKM-Wirtschaft in der Metropolregion Düsseldorf befindet sich im Frühsommer 2010 trotz schwieriger Rahmenbedingungen in guter Verfassung. Das spezifische Konjunkturwetter ist freundlicher also zu vermuten war. Die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die nächsten Monate haben sich im Frühsommer 2010 deutlich verbessert.
  3. Die Rahmenbedingungen für die regionale ITKM-Wirtschaft sind dennoch schwieriger geworden. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise belastet das regionale Investitionsklima. So spüren mittlerweile rund 40 Prozent der regionalen ITKM-Unternehmen „deutlich negative Auswirkungen“ auf ihre Geschäftstätigkeit.
  4. Der Wirtschaftsraum Düsseldorf erhält als Unternehmensstandort von der ITKM-Wirtschaft weiterhin positive Bewertungen. Die regionalen ITKM-Unternehmen vergeben mit der Durchschnittsschulnote von 2,29 eine insgesamt „gute“ Bewertung. Drei von vier regionalen ITKM-Unternehmen empfehlen den Unternehmensstandort Düsseldorf weiter.
  5. Netzwerke werden von den meisten regionalen ITKM-Unternehmen als wichtige Imstrumente zur Unterstützung der Unternehmen bewertet. Netzwerke haben höchste Bedeutung bei der „Kontaktpflege und Imagebildung“, aber auch im operativen Geschäft, also bei der „konkreten Geschäftstätigkeit und dem Unternehmenserfolg“.

(Redaktion)


 


 

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