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Digitales Recruiting

So denken Bewerber 4.0

Der Bewerbungsprozess läuft in den meisten Unternehmen längst digital ab. Doch ist er auch mobil? Welche neuen Technologien sind bereits im Recruiting angekommen und wie kommen diese bei Bewerbern an? Die Jobbörse JobStairs hat in ihrer aktuellen Online-Umfrage Bewerber zu diesen Themen befragt.

Online-Jobbörsen sind bei Arbeitssuchenden nach wie vor die Nummer eins bei der Stellensuche. Rund 60 % der Befragten gehen in Online-Jobbörsen auf die Suche nach einem neuen Job. Erst danach folgen die Karriere-Websites der Unternehmen sowie das persönliche Netzwerk. Jeder zweite Bewerber (48,2 %) nutzt zur Stellensuche seinen Laptop in den eigenen vier Wänden. Jeder Vierte schaut bereits per Smartphone oder Tablet nach offenen Stellen. „Die Anzahl derer, die mobile Endgeräte für die Stellensuche nutzen, wird weiter zunehmen“, prognostiziert Prof. Wolfgang Jäger, Sprecher der Jobbörse JobStairs. „Ich gehe davon aus, dass sich viele Bewerber bereits mobil bewerben würden, wenn die Unternehmen die entsprechenden Möglichkeiten bieten würden“, meint Prof. Jäger. Das bestätigt auch die aktuelle Online-Umfrage. Für 70 % aller Befragten sind mobiloptimierte Stellenanzeigen wichtig oder sehr wichtig und zwei Drittel aller Befragten (66,1 %) würden sich sogar mobil bewerben, wenn ein durchgängig mobiler Bewerbungsprozess möglich wäre. Die mobile Bewerbung würde bei Bewerbern also auf fruchtbaren Boden stoßen.

One-Click-Bewerbung ist auf dem Vormarsch

Viele Bewerber befürworten auch eine One-Click-Bewerbung über die Profile in den Business-Netzwerken Xing und LinkedIn. Jeder Dritte wünscht sich ausdrücklich die Möglichkeit einer Bewerbung über sein Xing- oder LinkedIn-Profil. In Punkto Active Sourcing sind Business-Netzwerke Spitzenreiter. 55,5 % der Befragten möchten beim deutschen Netzwerk Xing aktiv von Recruitern angesprochen werden. Bei der internationalen Variante LinkedIn wünschen sich das 39,3 % der Befragten. Diese Offenheit für Active Sourcing endet allerdings bei den klassischen Social Networks, die Bewerber lieber rein privat nutzen.

Fehlende Berührungspunkte zu neuen Technologien

Neue Technologien sowie die Automatisierung des Bewerbungs- und Auswahlprozesses werden von den Bewerbern oftmals noch sehr zurückhaltend bewertet. Dies liegt aber auch daran, dass innovative Verfahren beispielsweise im Bereich Recrutainment bisher kaum verbreitet sind. Drei Viertel der Befragten (75,5 %) sind noch nicht mit spielerischen Elementen im Bewerbungsprozess in Berührung gekommen. Zudem setzen Bewerber mehr Vertrauen in den Menschen. Jeder Zweite (50,3 %) glaubt, dass Personalentscheider besser als ein Algorithmus bewerten können, ob ein Bewerber für eine bestimmte Stelle geeignet ist. Eine weitere Technologie, die sich zunehmend im Personalmarketing durchsetzt, sind Employer Branding und Recruiting Videos.

Überraschenderweise empfindet die Mehrheit der Bewerber (80,4 %) den Einsatz von Videos für weniger wichtig bei der Stellensuche. Aber jeder Fünfte (20,6 %) hingegen hält Videos für sehr wichtig und ist auch einer eigenen Bewerbung per Video (21,4 %) gegenüber positiv eingestellt. Das Thema Video, aber auch der Wunsch nach einer mobilen Bewerbung, zeigt: Unternehmen müssen neue Technologien systematisch prüfen und Recruitingprozesse 4.0 bieten, denn viele Bewerber sind schon bereit für eine Bewerbung 4.0.

(Redaktion)


 


 

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