Weitere Artikel
Düsseldorfs Edel-Wochenmarkt

Sprechende Papierkörbe sagen dem Müll den Kampf an

Da wird der Müll im Eimer verrückt: War es für Dosen und Bananenschalen nicht schon hart genug, lieblos in irgendeinem Behälter zu verschwinden, bekommen sie es nun mit noch härteren Geschützen zu tun. Auf dem edlen Wochenmarkt auf dem Düsseldorfer Carlsplatz werden sie seit kurzem verdrückt, erdrückt. Von sprechenden Müllschluckern!

Jetzt ist der Markt auf dem Carlsplatz endgültig nicht mehr nur für seine kulinarische Vielfalt, Frische und Qualität seiner Produkte berühmt. Das moderne, umweltorientierte Denken der Betreiber ist ja weit über das Rheinland hinaus bekannt. Mit den neuen sprechenden Papierkörben dokumentieren sie das jetzt auch nach außen: Mit solarbetriebenen Eimern, die den Abfall automatisch verpressen. Weitere Schlucker sollen folgen.

Wenn er voll ist, alarmiert er den Reinigungstrupp

Es soll endlich genug sein mit allen diesen überlaufenden, stinkenden, unhygienischen Papierkörben, die allseits nur für Naserümpfen gesorgt haben. Das sagt einer, der sich mit dem Thema auskennt: Wolfgang Harste vom Öko-Technik-Hersteller Ecotec – dem Erfinder von BigBelly. Der Clou des Eimers: Er hat eine Füllstands-Anzeige in den Signalfarben einer Verkehrs- ampel, seinen Füllstand sendet er direkt übers Internet an die Reinigungs- kräfte, so dass diese sofort zum Leeren ausrücken können. Nicht nur das.

Der BigBelly soll Problemlöser für große Abfallmengen sein: Er presst Dosen und Deckel einfach zusammen und sorgt so für ein viel größeres Fassungs- vermögen, als herkömmliche Papierkörbe. „Dadurch verlängern sich die Entleerungsintervalle deutlich und es sieht stets sauber und gepflegt aus. Das spart zusätzlich Zeit und Kosten“, verspricht da der Hersteller.

Müllschlucker vertriebt Ungeziefer

Vielleicht ist der BigBelly auch bald was für den Streichelzoo am Südpark, der kleine Müllvernichter ist nämlich nicht nur was für den Wochenmarkt, er kann auch anders: Zum Beispiel in Fußgängerzonen, Einkaufsstraßen, Parkanlagen, an Haltestellen, Uferpromenaden, Bahnhöfen und eben auch in Zoos.

Der BigBelly ist übrigens nicht nur wetterfest und lässt keine Gerüche nach außen (das soll Krabbelgetier fernhalten), sondern verspricht auch, sicher zu sein: Eine Einwurf-Trommel verhindert das Hineingreifen und schließt dadurch Verletzungen aus. Das beste aber: Die kleinen Dinger sind sogar „höflich“: Sie bedanken sich „sprechenderweise“ für das Einwerfen des Abfalls. Da werden die Wochenmarkbesucher nicht schlecht aus der Wäsche in den Eimer gucken.

(Redaktion)


 


 

BigBelly
Eimer
Papierkörbe
Abfall
Müll
Wochenmarkt
Carlsplatz
Südpark

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "BigBelly" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: