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Wird Twitter zum Online-Shop ?

Der Micro-Blogging-Dienst Twitter ist weiter auf der Suche nach einem eeigneten Geschäftsmodell, um Kapital aus seiner millionenfachen Nutzerschaft zu schlagen. Neben dem kontinuierlich wachsenden Geschäft mit Online-Werbeanzeigen zeichnet sich dabei immer deutlicher eine zunehmende Orientierung in Richtung E-Commerce ab.

Dies bestätigen auch die jüngsten Aussagen von Twitter-CEO Dick Costolo, der auf der derzeit in Aspen, Colorado, über die Bühne gehenden Fortune Brainstorm Tech Konferenz den Online-Handel als potenziell vielversprechende Einnahmequelle für das Blogging-Portal bezeichnet.

"Wir haben eine Reihe von Möglichkeiten, was den E-Commerce-Bereich betrifft", stellt Costolo laut New York Times vor Branchenexperten und Fachpublikum klar. Twitter habe bereits in der Vergangenheit einige positive Erfahrungen in diesem Sektor gesammelt. Geld sei dabei aber noch keines verdient worden. "Das könnte sich schon bald ändern. Ein Engagement im E-Commerce-Bereich ist im Fall von Twitter sicher ein sehr nahe liegender Weg für ein künftiges Geschäftsmodell", meint Markus Hübner, Geschäftsführer der Brand Management Agentur Brandflow, gegenüber pressetext. Wie ein derartiges Engagement genau aussehen könnte, sei zum jetzigen Zeitpunkt aber noch unklar.

Brauchbare Geschäftsstrategie fehlt noch

"Wir wachsen schneller als jemals zuvor", so Twitter-CEO Costolo. In einem Zeitraum von fünf Tagen würden eine Milliarde sogenannter "Tweets" über die Webseite verschickt. Pro Monat soll das Portal eigenen Angaben zufolge von durchschnittlich 400 Millionen Usern besucht werden. Wenn es aber darum geht, diese gewaltigen Zahlen in bare Münze zu verwandeln, fehlt es bislang noch an einer brauchbaren Geschäftsstrategie.

Eine Möglichkeit, um die eigenen Umsätze anzukurbeln, ist das Schalten von Online-Werbung. "Die Werbung auf Twitter nimmt rapide zu", betont Costolo. Im vergangenen Jahr habe die Seite bereits mehrere hundert Werbekunden bedient. "2011 hat sich diese Zahl versiebenfacht", so Costolo. Auf die Frage, ob der Micro-Blogging-Dienst dadurch bereits genug Einnahmen lukrieren könne, um profitabel zu arbeiten, will der Twitter-Chef aber keine Stellungnahme abgeben.

Gegenwind aus vielen Richtungen

Twitter befindet sich gegenwärtig in einer schwierigen Phase: Zusätzlich zum Problem eines fehlenden Geschäftsmodells hat das Portal mit dem Ausscheiden zweier wichtiger Gründerpersönlichkeiten, einer peniblen wettbewerbsrechtlichen Untersuchung der US-Handelskommission Federal Trade Commission und der wachsenden Konkurrenz am heiß umkämpften Social-Media-Feld, die durch den Start von Google+ noch einmal kräftig angeheizt worden ist, zu kämpfen.

(pressetext.com)


 


 

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