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Bilanzpressekonferenz

E.ON verteidigt Pläne zum Stromnetzverkauf

Der größte deutsche Energiekonzern E.ON verteidigt die Pläne zum Verkauf seines Stromnetzes. Nach Abwägen aller Vor- und Nachteile «schien uns dies für das Unternehmen, seine Mitarbeiter und Aktionäre die beste Lösung zu sein», sagte der Vorstandsvorsitzende Wulf Bernotat am Donnerstag in Düsseldorf auf der Bilanzpressekonferenz.

Derzeit sei es allerdings noch viel zu früh, Details zu einer möglichen privaten deutschen Netzgesellschaft oder potenziellen Kauf-Interessenten zu nennen.

Der E.ON-Vorstandsvorsitzende bedauerte in diesem Zusammenhang, dass es durch die Veröffentlichung der Pläne in der vergangenen Woche zu Verärgerungen bei der Bundesregierung gekommen war. «Es lag uns fern, jemanden zu brüskieren», sagte er. Die Gespräche von E.ON mit der EU-Kommission seien aber durch Indiskretionen vorzeitig bekanntgeworden. «Wir mussten reagieren», sagte Bernotat.

Unterdessen kritisierte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) die EU-Kommission wegen der Vereinbarung mit E.ON, bei einem Verkauf des Stromnetzes die Kartellverfahren gegen den Konzern einzustellen. Wer gegen Kartellrecht verstoßen habe, müsse dafür zahlen und könne nicht «mit anderen Dingen abgefunden werden», sagte Glos im Bundestag.

Bernotat kündigte zudem eine Ausweitung des Investitionsprogramms bis 2010 um weitere 9 Milliarden Euro an. Von 2008 bis 2010 seien nun Investitionen von rund 50 Milliarden Euro vorgesehen. Allein 38 Milliarden Euro sollen dabei in die Stromerzeugung und -versorgung fließen. E.ON plant den Angaben zufolge in Europa und Russland derzeit 17 neue Kohle- und Gaskraftwerke, davon fünf in Deutschland.

(Redaktion)


 


 

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