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Barilla verkauft Bäckereikette

Kamps gehört nun Finanzinvestor ECM

Der italienische Nudelkonzern Barilla hat seine Bäckereikette Kamps an den Frankfurter Finanzinvestor ECM verkauft.

Wie die Equity Capital Management GmbH (ECM) am Mittwoch mitteilte, werden alle Anteile an der Kamps GmbH von der Barilla-Tochter Lieken übernommen. Mehrheitseigner an Kamps werde der von ECM verwaltete Beteiligungsfonds German Equity Partners III. Das Kamps-Management beteilige sich ebenfalls an der Bäckereikette.

Die Transaktion stehe nicht unter Kartellvorbehalt. Der Lieken-Aufsichtsrat habe dem Verkauf bereits zugestimmt. Der Gesellschafterwechsel werde demnächst vollzogen. Über den Kaufpreis sowie weitere Details der Transaktion sei Stillschweigen vereinbart worden.

Profitabilität deutlich erhöhen

Richard Gritsch, Partner bei ECM, sagte der Wirtschaftsnachrichtenagentur Dow Jones Newswires, das Unternehmen wolle in die Filialen investieren und damit die Profitabilität des Back-Imperiums innerhalb der kommenden eineinhalb bis zwei Jahre deutlich verbessern. «Zudem soll die Auslastung in den Handwerksbäckereien deutlich steigern», sagte er.

Die finanzielle Basis für das Wachstum von Kamps sei mit Hilfe der Übernahme durch ECM jedenfalls geschaffen. «Da wir die Transaktion quasi komplett eigenkapitalfinanziert haben, ist Kamps völlig entschuldet und in ruhigem Fahrwasser», sagte Gritsch weiter.

Nachdem 2008 ein Verkaufsversuch von Kamps an der Preisforderung Barillas von rund 100 Millionen Euro gescheitert war, sei nun von einem Verkaufspreis im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich auszugehen, hieß es in Branchenkreisen.

Die Kamps GmbH mit Sitz in Schwalmtal ist eigenen Angaben zufolge Deutschlands größte handwerkliche Bäckereikette mit bundesweit mehr als 900 Geschäften. Das Unternehmen betreibt fünf Handwerksbäckereien und beschäftigt etwa 1000 Mitarbeiter.

Barilla hatte 2002 für 1,8 Milliarden Euro die Mehrheit an dem Backkonzern übernommen, zu dem neben der Bäckereikette auch noch die Marken Lieken Urkorn, Harry's und Golden Toast gehört. Für die restlichen Anteile zahlten die Italiener später gut 430 Millionen Euro.

ECM ist bereits an einigen Unternehmen aus der Lebensmittelbranche beteiligt. So etwa an den Tiefkühlspezialisten Eismann und Kadi sowie der Steakhauskette Maredo.

(ddp)


 


 

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