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INDISTA

Ein Erfolg für die Industriepark-Idee

Der Ausstellungskongress INDISTA ist ein voller Erfolg: Leitende Repräsentanten der Industrie- und Chemieparks aus ganz Deutschland diskutierten in Düsseldorf über die neuesten Entwicklung innovativer Technologien und Dienstleistungen.

Führungskräfte bedeutender Serviceunternehmen, Fachleute aus Vertrieb und Marketing, Wissenschaftler, Unternehmensberater und Medienvertreter nutzten den Branchentreff zum Wissensaustausch und Networking . INDISTA informiert über die attraktiven Synergien und Kooperationsmöglichkeiten an den modernen Standorten.

Dr. Werner Kreuz, Vice President Process Industries der Unternehmensberatung A.T. Kearney, stellte die Ergebnisse der neuesten Best-Innovator-Studie vor und erläuterte das House-of-Innovation-Konzept, mit der die entscheidenden Bausteine für eine „Innovationskultur“ im Unternehmen geschaffen werden. Kreuz behauptet: Je innovativer Unternehmen sind, desto erfolgreicher sind sie. Diese Innovationen dem Zufall zu überlassen, sei selten erfolgreich. Er sieht vielmehr den systematischen Ansatz, das Innovationsmanagement, und dies wiederum sei eine strategische Aufgabe der Unternehmensführung.

Innovation ud Nachhaltigkeit

Prof. Dr. Thomas Hirth vom Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik der Fraunhofer-Gesellschaft sprach über „Innovation und Nachhaltigkeit“ und gab Einblicke in die neuesten Entwicklungen in der Chemie und biotechnologie. Volkswirt Dr. Gunter Festel zeigte die Bedeutung von Innovationen für Industrieparks anhand verschiedener Beispiele.

Erfolgreiche Wissensvermittlung

Unter der Überschrift „Wenn Henkel wüsste was Henkel weiß!“ referierte Dr. Clemens Mittelviefhaus, Vice President von Henkel und Leiter der Technischen Betriebe von Henkel Düsseldorf, über Wissenstransfer und „best practice“ im weltweiten Konzernverbund. Dabei sind Transparenz, Systeme und Strukturen die Voraussetzung für erfolgreiche Wissensvermittlung und –nutzung.

Das Schlagwort „Operational Excellence“ ist für die produzierende Industrie von zunehmender Bedeutung, denn der Wettbewerb wird globaler und Energie immer teurer. Was also müssten Unternehmen heute tun? Darum ging es in dem Vortrag von Dr. Helmut Mothes, Bayer Technology Services. Operational Excellence (OpEx) ist nach Mothes eine Voraussetzung, um durch Verfahren mit minimalem Energieeinsatz, hoher Produktausbeute und einer hohen Anlagenverfügbarkeit im globalen Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Mothes referierte dabei über neue OpEx-Konzepte, die die Methodenkompetenz mit Technologieinnovationen verknüpfen, mit denen die operative Prozesseffizienz verbessert wird. Nur dieser integrierte Ansatz stellt sicher, dass das gesamte Optimierungspotential chemischer Verfahren ausgeschöpft werden kann.

Gerhard Schmidt, Executive Vice President Division Central Europe der Bilfinger & Berger Industrial Services, beleuchtete das Thema Industrieservice – u.a. den Markt, den Wettbewerb, Erfolgskriterien und die Perspektiven.

Gute Nachbarschaft - ein Wettbewerbsvorteil

„Gute Nachbarschaft – ein Wettbewerbsvorteil“ war das Vortragsthema von Dr. Ernst Grigat, Leiter des Chempark Leverkusen. Nach seiner Meinung sind gute nachbarschaftliche Beziehungen von Industrieparks zur Bevölkerung, zur Politik und den Medien nicht nur wichtig, sondern für Chemieparks existenziell. Mit den Nachbarn ist ein kontinuierlicher Austausch erforderlich, denn nur in einem von Vertrauen geprägten Umfeld werden neue Investitionen getätigt. Und nur eine gut unterrichtete Politik wird erforderliche Genehmigungen erteilen. So gesehen wird das Engagement für eine gute Nachbarschaft seitens eines Chemieparks zu Wettbewerbsvorteil.

Durchschnittsalter der Arbeitskräfte 

Eine der großen Herausforderungen für die Personalverantwortlichen in der Industrie ist der demografische Wandel der Bevölkerung – und damit auch das zunehmende Durchschnittsalter der Arbeitskräfte. Wie sich die BASF fit macht für diesen demografischen Wandel und damit ihren Standort sichert – darüber berichtete Frau Dr. Anne Freund, HR Strategie/Future Development bei der BASF in Ludwigshafen. Der Chemieriese nutzt die Stärken einer älteren Belegschaft und minimiert potentielle Nachteile, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. In dreizehn Teilprojekten werden Strategien für ein nachhaltiges und demografiefestes Personalmanagement entwickelt.

Dr. Werner Schiebler, Leiter Ansiedlungsmanagement im Industriepark Höchst, erläuterte das Ansiedlungsmanagement an diesem Standort. Erfolgreiche Industrieparks, so Schiebler, werden von Management-Gesellschaften betrieben, die sich als wertschöpfende Partner ihrer angesiedelten Unternehmen verstehen. Die Dienstleistungen werden gebündelt, integriert und bereichsübergreifend angeboten. Die Management-Gesellschaften verstehen sich als Berater, Betreiber und Manager anspruchsvoller Infrastrukturen. Bei der Ansiedlung erfolgt eine Fokussierung auf Zielunternehmen, die entweder optimal zur vorhandenen Infrastruktur passen, oder sich komplementär in die vorhandene Wertschöpfungskette integrieren lassen. Zur erfolgreichen Vermarktung des Standorts müsse man seine entsprechenden Marketing-Aktivitäten international ausrichten.

Nico Pleeging, Leiter Akquisitionen der Nuon Energie und Service für den Industriepark Oberbruch, zeigte, wie man als unabhängiger Industrieparkbetreiber den Strukturwandel optimal begleiten kann und ging der Frage nach, welche Rolle ein Energieunternehmen bei dem Ausbau und Vermarktung von Standorten spielt. Der Industriepark Oberbruch, im Städtedreieck Köln, Düsseldorf, Aachen gelegen, richtet sich besonders an energie- und abwasserintensive Produktionsunternehmen.

(Redaktion)


 


 

Ausstellungskongress INDISTA
Dr. Werner Kreuz

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