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Einjährige Auslandsaufenthalte

Das „Gap Year“ liegt im Trend

Einjährige Auslandsaufenthalte liegen stark im Trend. Seit dem Jahr 2012 ist die Zahl der Deutschen, die beim weltweit größten privaten Anbieter für internationale Bildungsprogramme ein sogenanntes Gap Year gebucht haben, um mehr als 60 Prozent gestiegen.

Neben Schulabgängern und Studenten entscheiden sich auch immer mehr Berufstätige für ein Gap Year. Interessanterweise sind es mit einem Anteil von 62 Prozent mehrheitlich junge Frauen, die sich auf diese Weise privat und beruflich weiterentwickeln wollen. Das kreative Auszeiten im Trend liegen, zeigt sich auch an der steigenden Nachfrage nach Langzeit-Sprachkursen im Ausland. Beim Bildungsanbieter EF Education First buchten 2015 fast 25 Prozent mehr Personen eine Sprachreise als noch 2014. Seit 2012 ist die Anzahl der Personen sogar um mehr als 60 Prozent gestiegen. „Der Wunsch der Deutschen, ins Ausland zu reisen und sich sprachlich weiterzubilden, ist ungebremst“, so Niklas Kukat, Geschäftsführer von EF in Deutschland. „Hinzu kommt seit einigen Jahren das steigende Bedürfnis, sich selbst zu entfalten und möglichst viel zu erleben.“

Unterschiedliche Beweggründe

Die meisten Personen entscheiden sich für ein Gap Year, wenn sie an einem Wendepunkt im Leben – Schulabschluss, Ausbildungsende oder Berufswechsel – angekommen sind und sich neu orientieren möchten. Erwartungsgemäß machen viele Schulabgänger und Abiturienten ein Gap Year, um die Zeit bis zur Lehre oder dem Studium zu überbrücken. Viele von Ihnen nutzen das Auslandsjahr auch um die Welt zu erkunden, bevor der Ernst des Lebens beginnt.

Bei Studenten stehen neben dem Reisen die gewonnene Auslanderfahrung sowie das Sammeln von Berufserfahrung und nützlichen Skills für das spätere Berufsleben im Vordergrund. Sie kombinieren ihren Auslandsaufenthalt oft mit Praktika, Freiwilligenarbeit oder einem Sprachexamen. Wer nicht schon im Bachelorstudium ein Auslandsjahr absolviert hat oder sich nach dem Abschluss neuorientieren möchte, entscheidet sich in der Regel für ein Gap Year zwischen Bachelor- und Masterstudium.

Berufstätige schließlich entscheiden sich meist für ein Zwischenjahr, um die Akkus aufzuladen, durch Weiterbildung die Karrierechancen zu verbessern oder um sich beruflich neu zu orientieren. Quer über all diese Gruppen zeigt sich, dass vor allem Frauen ein Gap Year absolvieren. Bei EF liegt ihr Anteil bei 62 Prozent.

Zahlreiche Formen und Möglichkeiten

Wer ein Zwischenjahr machen möchte, kann aus einer Reihe von Möglichkeiten wählen – je nach Geldbeutel und Zielvorstellungen. Besonders beliebt sind Sprachreisen, oft in Kombination mit einem international anerkannten Sprachzertifikat wie Cambridge Certificate oder TOEFL. Ebenfalls beliebt sind Au-Pair-Aufenthalte, Auslandspraktika, Work & Travel sowie Freiwilligenarbeit, da man auf diese Weise auch mit schmalem Geldbeutel Ausland- und Arbeitserfahrung sammeln kann.

Ausgewiesene Vorteile

Ob bessere Karrierechancen, akademische Leistungen oder persönliche Weiterentwicklung – ein Gap Year im Ausland hat viele Vorteile. Laut Time Magazine haben Studenten, die ein Auslandsjahr absolviert haben, im Durchschnitt bessere Noten als ihre Kommilitonen. Unter den Berufstätigen sind 9 von 10 Personen davon überzeugt, dass ihr Zwischenjahr erheblich zu ihrer beruflichen Anstellung beigetragen hat. Außerdem berichten Teilnehmer, dass sie durch ihr Gap Year an Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein gewonnen, neue Freundschaften geschlossen und ein besseres Verständnis für andere Kulturen erlangt haben.

(Redaktion)


 


 

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