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Einkauf der Zukunft

Drive-in-Gurken und Jeans vom Tablet

Lästige Einkäufe vom Sofa, lustige Einkäufe im Laden: Laut Europa Konsumbarometer 2013 wandelt sich das Konsumverhalten der Europäer - vor allem durch mobile Endgeräte. Doch auch das Offline-Shopping im Drive-In-Supermarkt weckt das Interesse der Verbraucher.

Durch das Internet verlieren stationäre Geschäfte ihre Rolle als bevorzugte Einkaufsorte. Online-Shopping ist für die Europäer keine Besonderheit mehr - 78 Prozent haben Produkte online erworben. 83 Prozent können sich dies in Zukunft vorstellen. 62 Prozent der Europäer möchten künftig das Modell des "Powershopping" nutzen und durch Gruppenkäufe von besonderen Konditionen im Netz profitieren.

Verbraucher beraten sich untereinander

Verbraucher schätzen Preisvergleichsseiten als Informationsquellen.
Sowohl in West- als auch in Osteuropa sind sie beliebt. Heute konsul- tieren bereits 78 Prozent der Europäer solche Seiten im Vorfeld eines Kaufs. Auf der Suche nach Informationen vernetzen sich die Verbraucher, um gegenseitig Bewertungen, Tipps und Empfehlungen auszutauschen.

Dennoch bleiben Ladengeschäfte integraler Bestandteil des Kaufprozesses - auch als Schaufenster, in dem die Verbraucher Produkte entdecken und auswählen, bevor sie über das Internet bestellen ("Showrooming"). Gerade bei Käufern, die den haptischen Kontakt zum Produkt suchen, kann der Handel vor Ort punkten. Als Haupthindernisse des virtuellen Kaufs geben 43 Prozent der Europäer an, dass sie das Produkt nicht sehen oder anfassen können. Jeder fünfte Befragte (21 %) kann die Qualität von Waren und Dienstleistungen im Internet nicht einschätzen. 14 Prozent bevorzugen es, mit einem Verkäufer zu sprechen und sich beraten zu lassen.

Lustkauf bleibt für stationären Handel eine Chance

"Lust und Last entscheiden über die Zukunft der Handelskanäle. Einkäufe, die uns lästig sind, werden noch stärker über das Internet erfolgen. Je nach Kunde kann das für den Lebensmitteleinkauf genauso gelten wie für die regelmäßige Ersatzbeschaffung der lieb gewonnenen Markenjeans. Dort, wo die Lust dagegen im Mittelpunkt steht, lauern die Chancen des stationären Handels", kommentiert Universitätsprofessor Dr. Tobias Langner, Bergische Universität Wuppertal, Schumpeter School of Business and Economics.

Mit unterschiedlichen Lieferangeboten sorgt das Online-Shopping für
grundlegende Änderungen beim After-Sales-Service. Das Interesse der Verbraucher macht auch bei Lebensmitteln nicht halt. Knapp die Hälfte der Europäer (46 %) würde sich die Lebensmitteleinkäufe nach der Bestellung im Internet nach Hause liefern lassen. Eine gern genutzte Alternative bieten Drive-in-Supermärkte. 43 Prozent der Europäer möchten künftig ihre Einkäufe online bestellen und anschließend beim Händler abholen.

(Redaktion)


 


 

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