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Wetter bremste die Schlecklust

Die bitteren Mienen der Eisverkäufer

Das miese Maiwetter - bis zum Pfingstwochenende - hat den Eisdielen in Nordrhein-Westfalen bislang das Geschäft verdorben. Manche Dielenbesitzer klagen über Umsatzeinbrüche von bis zu 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur ddp ergab.

Die meisten Eisverkäufer hoffen nun auf einen sonnigen, warmen Sommer, um das Minus wieder auszugleichen. «Bislang war das Eisgeschäft eine Katastrophe», sagte etwa Amadeo Castanheira von der Eisdiele Casanova in Siegen. Seit Anfang April habe er die Hälfte weniger eingenommen als im Vorjahres-zeitraum. Nicola Losego von der gleichnamigen Eisdiele in Dortmund sagte, die Monate März bis Mai seien normalerweise die umsatzstärksten seiner Branche. «Nach dem Winter ist der Eishunger besonders groß», weiß er. Im Sommer würden die Schlangen vor den Eistresen wieder kürzer, weil viele Menschen in den Urlaub fahren oder viele Feste und Veranstaltungen in dieser Zeit besuchten.

Claudio Romanelli, Eisverkäufer und Restaurantbesitzer in Aachen, schloss Anfang Mai wegen des schlechten Wetters seinen Eisladen. Erst am vergangenen Donnerstag machte er ihn wieder auf. Die Umsätze im April hätten nicht einmal gereicht, um die Personalkosten zu decken. «Die Einbußen schmerzen schon», sagte er. An den Frühling 2009 denke er gerne zurück. «Da lief das Geschäft schon im April auf Hochtouren», erinnerte er sich.

Grundsätzlich mangelt es den Eisdielen in Nordrhein-Westfalen nicht an Kundschaft. Im Schnitt verputzen die Deutschen laut E.I.S Eis Info Service pro Jahr acht Kilogramm der kühlen Köstlichkeit.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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