Sie sind hier: Startseite Düsseldorf Aktuell News
Weitere Artikel
GfW-Befragung

Enormer Gründungsboom chinesischer Firmen seit 2003

Die Zahl der Firmen aus der Volksrepublik China hat sich in den letzten drei Jahren vervierfacht. Über 400 Firmen haben mittlerweile ihren Sitz in NRW. 2003 waren es noch rund 100. Sie beschäftigen insgesamt ca. 2.400 Mitarbeiter. Dabei schätzen die Chinesen besonders die zentrale Lage von NRW und die Nähe zu den Absatzmärkten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Nordrhein-Westfalen mbH (GfW) in einer aktuellen Befragung der chinesischen Firmen in NRW.

„Die Marketingmaßnahmen des Landes Nordrhein-Westfalen zeigen ihre Wirkung. Nordrhein-Westfalen hat in den letzten drei Jahren deutlich an Attraktivität für Investitionen aus China gewonnen“, sagte GfW-Geschäftsführerin Petra Wassner. Insbesondere die Städte Köln und Düsseldorf entwickeln sich zu Zentren für chinesische Investitionen. Rund 70 Prozent der Firmen haben hier ihren Sitz, wobei Köln in den letzten Jahren deutlich aufgeholt hat.

Erfolgreiche Ansiedlungen in 2006 waren der Telekommunikationskonzern Huawei Technologies mit dem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Düsseldorf und bis zu 200 Mitarbeitern sowie das chinesische Unternehmen Plastrade Recycling mit 35 Mitarbeitern in Leverkusen. Midea Europe mit 8 Mitarbeitern hat seinen Sitz im China Industry & Trade Center in Düsseldorf-Heerdt und vertreibt Klimaanlagen. Anfang 2002 hat sich die China General Technology Holding entschieden ihre Europa- und Deutschlandzentrale in Köln zu gründen. Das Unternehmen Genertec Europe beschäftigt ca. 17 Mitarbeiter und verkauft neben Industriemaschinen und -ausrüstungen wie Pumpen und Gabelstaplern komplette Industrie- und Werksanlagen. Wassner unterstrich das zukünftige Potenzial der chinesischen Investoren für das Land NRW; allein 38 Prozent der chinesischen Firmen in NRW wollen in den nächsten drei bis fünf Jahren am Standort weiter investieren.

Besonders zufrieden sind die Firmen neben der Verkehrsinfrastruktur auch mit dem Marktzugang zu dem Nachbarländern Benelux und Frankreich, mit der Lebensqualität und den Sicherheitsstandards. Häufig bemängelt wird dagegen die hohe Steuerlast in Deutschland und die mangelnden finanziellen Hilfen.

China entwickelt sich für Nordrhein-Westfalen zu einem der wichtigsten Wirtschaftspartner: Insgesamt 16,2 Milliarden Euro betrug das Handelsvolumen zwischen NRW und der Volksrepublik im Jahr 2005. Davon entfielen 5 Milliarden Euro auf NRW-Exporte und 11,2 Milliarden Euro auf Importe.


(Redaktion)


 


 

Wirtschaft
NRW
China
Gründungsboom
Wirtschaftspartner
GfW

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Wirtschaft" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: