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Die größten Weihnachts-Shopping-Mythen

Dass Weihnachten stressig werden kann, ist bekannt. Und auch die Vorweihnachtszeit bringt Stress in deutsche Haushalte. Schließlich müssen Geschenke besorgt, verpackt und teilweise verschickt werden. Tipps dazu gibt es von Advocard.

Anja-Mareen Decker, Leiterin der Advocard-Rechtsabteilung, gibt Verbrauchern Tipps zum Weihnachts-Shopping und räumt mit Mythen auf.

Mythos Nr. 1: Kunden haben uneingeschränktes Rückgaberecht

Viele Kunden denken, sie könnten Ware ohne Probleme zurückgeben. Dies passiert beispielsweise direkt nach den Feiertagen bei Kleidung, die einem nicht gefällt. "Einen rechtlichen Anspruch darauf gibt es jedoch nicht. Allerdings sind viele Einzelhändler kulant und ermöglichen einen Umtausch - am besten gleich beim Kauf danach fragen", erläutert Anja-Mareen Decker. Anders ist es bei Käufen im Internet oder Versandhandel. "Hier gilt hingegen immer eine Rückgabefrist von 14 Tagen, die grundsätzlich mit dem Tag des Erhalts der Ware beginnt. Vom Umtausch gänzlich ausgeschlossen sind dagegen Dinge wie Lebensmittel, entsiegelte Datenträger wie CDs und DVDs oder Maß- und Sonderanfertigungen", sagt Decker.

Mythos Nr. 2: Käufer muss bei mangelhafter Ware die Quittung vorlegen 

Hat die Ware einen Mangel, haben Käufer generell ein Recht auf Gewähr- leistung. "In diesem Fall kann der Händler die Ware reparieren, ersetzen oder den Kaufpreis erstatten", so Decker. Dabei gilt: Der Kunde hat bei einer Erstattung ein Recht auf Bargeld und muss sich nicht mit einem Warengut- schein begnügen. Weist zum Beispiel ein Computer innerhalb von 24 Monaten nach Kauf einen unverschuldeten Mangel auf, muss der Händler dafür sorgen, dass der Mangel beseitigt wird. In dem Fall hilft zwar der Kaufbeleg als Beweis, er ist jedoch nicht zwingend notwendig. So ist es auch mit der Originalverpackung. Der Mangel muss auch ohne sie beseitigt werden.

Mythos Nr. 3: Rückgabe nur beim Hersteller möglich

Gerade bei technischen Geräten stellen sich viele Kunden die Frage: Bei Reklamation zum Händler oder direkt an den Hersteller wenden? Gern drücken sich Händler davor, defekte Computer oder Fernseher zurück- zunehmen und ihrer Gewährleistungspflicht nachzukommen. Stattdessen behaupten sie, man müsse sich direkt an den Hersteller wenden. Decker: "Dabei ist der Händler der erste Ansprechpartner, denn er ist als Vertrags- partner dazu verpflichtet zu gewährleisten, dass das Produkt zwei Jahre reibungslos funktioniert." Häufig wird die Gewährleistungsplicht mit der Garantie verwechselt, die ein Hersteller für Produkte einräumt. "Die Gewährleistung ist eine gesetzliche Pflicht, die Garantie dagegen eine Kulanzvereinbarung des Herstellers", so Decker.


 


 

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