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EON-Konzern

Vier Milliarden Überschuss trotz Turbulenzen

Die Düsseldorfer E.ON SE hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2012 ein EBITDA von rund 10,8 Milliarden Euro und einen nachhaltigen Konzernüberschuss von rund 4,2 Milliarden Euro erzielt.

Trotz des guten Ergebnisses sagte Dr. Johannes Teyssen bei der Vorstellung des Jahresergebnisses in Düsseldorf: „Wir haben keinen Anlass, die Hände in den Schoß zu legen, denn vor allem in der konventionellen Stromerzeugung bleiben Absatz und Ergebnis unter Druck. Besonders unsere modernen, klimaschonenden Gaskraftwerke sind derzeit kaum rentabel, obwohl sie für die Systemstabilität dringend gebraucht werden. Hier muss die Politik schnell handeln, sonst müssen wir Anlagen stilllegen.“

Neue Wachtstumsmärkte

Teyssen erläuterte ausführlich die Neuausrichtung des Unternehmens: „Wir erschließen uns derzeit Wachstumsmärkte wie die Türkei, Russland und Brasilien. Zudem investieren wir überdurchschnittlich in Erneuerbare Energien und treiben den Ausbau unseres Geschäftsfeldes Dezentrale Erzeugung voran. Auch der Bereich Gasförderung entwickelt sich weiter: Im ersten Quartal nehmen wir zwei weitere Gas- und Ölfelder in der Nordsee in Betrieb.“

Das EBITDA lag im Berichtszeitraum 2012 mit 10,8 Milliarden Euro um rund 1,5 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert. Die wesentlichen Gründe hierfür waren deutliche Verbesserungen im Gashandelsgeschäft im Zuge der Neuverhandlungen von Lieferverträgen mit Gasproduzenten und der rückwirkende Ausgleich von Verlusten im Gasgeschäft der Vorjahre, zudem war das Ergebnis 2011 einmalig aufgrund des Kernenergieausstiegs in Deutschland belastet. Die Investitionen des E.ON Konzerns stiegen leicht im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf knapp 7 Milliarden Euro. Über 25 Prozent dieser Summe fließen in den Ausbau Erneuerbarer Energien.

Anleger können sich auf Dividende freuen

Der operative Cashflow lag mit 8,8 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 6,6 Milliarden Euro. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung des E.ON Konzerns betrug zum Stichtag 31. Dezember 2012 insgesamt 35,9 Milliarden Euro, das ist eine leichte Verbesserung in Höhe von 500 Millionen Euro. Die Nettofinanzschulden – Indikator für den Fortschritt beim nach- haltigen Abbau der Verschuldung des E.ON Konzerns – haben sich hingegen signifikant um 3,3 Milliarden Euro auf jetzt 14,7 Milliarden Euro verringert. Gegenüber dem Höchststand von fast 30 Milliarden Euro Ende 2008 haben sie sich damit halbiert.

Für das Geschäftsjahr 2013 geht E.ON von einem EBITDA im Bereich 9,2 bis 9,8 Milliarden Euro aus. Dieser Wert berücksichtigt bereits den Wegfall von Ergebnisbeiträgen durch den Verkauf von Beteiligungen im Rahmen des laufenden Desinvestitionsprogramms. Für den nachhaltigen Konzernüber- schuss erwartet E.ON ein Ergebnis zwischen 2,2 und 2,6 Milliarden Euro. Auf Basis der vorgelegten Geschäftszahlen werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 1,10 Euro vorschlagen.

(Redaktion)


 


 

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