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Fashionlabel Ignatious Joseph

Erfolg durch Leidenschaft und Disziplin

Er trägt rote Kniestrümpfe und knallrote Schuhe! Und eine Hose mit reichlich Hochwasser. Der Marketingtrick funktioniert. Der DüsseIdorfer Ignatious Joseph ist eine Marke und seine Marke IGN. Joseph gehört zu den Besten. Die Qualität seiner hochwertigen Herrenhemden hat sich international durchgesetzt.

Dass das Fashionlabel erfolgreich ist, freut den Selbstmade-Unternehmer. Er nämlich hat seine Firma erst mit 46 Jahren gegründet - seine Freunde erklärten ihn für verrückt.

Deutsche Manager sind schlecht angezogen

Kleider machen Leute. Davon ist Ignatious Joseph überzeugt. Er ist ein leidenschaftlicher Verfechter von Kleiderkultur und er liebt italienische Maßanzüge und individuell gefertigte Schuhe. „Wenn man sich wohl fühlt, macht man bessere Geschäfte.“ Sein Erfolgsrezept prallt bei vielen Männern ab. „Deutsche Manager investieren in teuere Autos, aber an ihrer Kleidung sparen sie!" Sie seien schlecht angezogen, findet der Geschäftsmann.

Ignatious Joseph kann sich die Kritik leisten. Sein Auftritt ist tadellos. Die Farbe seines Hemdes ist harmonisch mit der Krawatte abgestimmt, der Gürtel passt zu dem edlen Stoff der Hose.

Als Spinner abgetan

Schon immer hat sich Ignatious Joseph für ein perfektes Outfit interessiert. Doch erst mit 46 Jahren hat er seine Leidenschaft in ein Geschäftsmodell umgesetzt. Gegen die Widerstände seine Freunde und Berater, die ihn als Spinner bezeichneten, gründetete er seine Firma.

Er spezialisiert sich auf elegante, hochwertige Herrenhemden mit viel liebe zum Detail. So sind die Haifischkragen nach napolitanischer Art genäht und nicht geklebt. Zu dem signifikanten Markenzeichen zählen die ausgefallenen Stoffe und die edle Verpackung in zitronengelben Kartons und Seidenpapier.

Weltweit gefragt

Doch zunächst fand der Hemdenmacher keine Abnehmer. Im ersten Geschäftsjahr verkaufte er gerade mal 148 Hemden. Trotzdem ließ er sich nicht entmutigen. Der gelernte Hotelfachmann reiste durch Europa und besuchte die besten Herrenausstatter. Sein Durchhaltevermögen hat sich ausgezahlt: Heute verkauft er 10.000 Hemden im Jahr. Produziert werden die Hemden in der Schweiz, wegen der guten Baumwollqualität und der hervorragenden Verarbeitung.
Ob London, Paris, Amsterdam, Tokio oder New York- das Label wird weltweit in exquisiten Shops angeboten.

Disziplin, Ausdauer und asiatische Gelassenheit

Ignatious Joseph ist in Sri Lanka geboren. „In meiner Heimat kämpfen die Menschen täglich ums Überleben. Es gibt keine Krankenversicherungen, kein Arbeitslosengeld oder Renten und trotzdem sind wir glücklicher“, sagt er. Und seine Stimme klingt wehmütig. Deutschland war einmal sein Traumland. Und er hat die Deutschen wegen der Gradlinigkeit, der Disziplin und Ordnung bewundert. „Die Jugend hat keine Vorbilder mehr“ bedauert er. Es fehle an Eigenverantwortung und Initiative. „Die Deutschen sind immer noch eine führende Industrienation, haben viel erreicht, aber meckern ständig.“ Besonders ärgert er sich über unsere Dienstleistungsmentalität. „Auch wenn ein Kunde scheinbar Unmögliches verlangt, erfüllen wir seine Wünsche“, betont er. „Ich bin bereit zu dienen!“

Jeder hat die Chance

Ignatious Joseph hat bewiesen, dass man sich mit Hartnäckigkeit und Ehrgeiz auch wirtschaftlich schlechten Zeiten am Markt positionieren kann. „Jeder hat die Chance, aber viele haben keine Leidenschaft.“ Er sei wunschlos glücklich, gesteht er. Damit ist die letzte Frage eindeutig beantwortet.

(Redaktion)


 


 

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