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Eugen Kaspersky im iX-Interview

Supervirus Flame: Angriffe mit neuer Dimension

Wer viel mit kritischen Unternehmensdaten zu tun hat, sollte sich von der Vorstellung verabschieden, auf alle Daten jederzeit und von überall zugreifen zu können. Für wichtige Dokumente muss man Schutzzonen einrichten, die nicht mit dem Firmennetz verbunden sind.

Geschäftskritische Informationen gehören nicht auf den Laptop des Vorstandes, auch nicht verschlüsselt, schreibt das IT-Profimagazin iX in der Juli-Ausgabe. Denn was nach Spionageroman klingt, ist längst Realität: Komplexe, zielgerichtete Angriffe auf Unternehmen, Institutionen oder Personen sind der neue wirtschaftliche oder politische Sicherheits-GAU. Eugen Kaspersky, Mitgründer des Unternehmens Kaspersky Lab und Entdecker des Supervirus Flame, fordert daher im iX-Interview alle Computernutzer auf, sich mit der neuen Art der Bedrohung auseinanderzusetzen. „Die Opfer reichen von Individuen bis hin zu bestimmten staatlichen Organisationen oder Bildungseinrichtungen. Daher ist es für jeden riskant, und die Risiken sind: für Regierungen und das Militär der Verlust von Verschlusssachen; für private Unternehmen der Verlust von geistigem Eigentum; für Einzelpersonen das Risiko, unwissentlich Teil einer Cyber-Spionagekette zu werden.“

Vorsicht ist die beste Vorkehrung

Da die komplexen Angriffe meist diskret und versteckt ablaufen, sind sie nur sehr schwer und mit aufwendigen Mitteln zu entdecken. So kann beispielsweise eine Betriebssystem-CD manipuliert sein, die dann parallel zur gewünschten Software Malware installiert. Auch ein unaufgefordert zugesandter USB-Stick mit einer Firmenpräsentation könnte Schadsoftware enthalten. Um sich zu schützen, empfiehlt Kaspersky die bekannten Vorkehrungen ernst zu nehmen. Dazu zählen die Verwendung eines aktuellen Betriebssystems und regelmäßige Updates sowie die Installation einer angesehenen Sicherheitssoftware. Darüber hinaus rät er: „Üben Sie sich in Safe Computing: Seien Sie vorsichtig beim Öffnen von Dateianhängen aus unbekannten Quellen, veröffentlichen Sie keine privaten Informationen in sozialen Netzen und verwenden Sie starke Passwörter.“

(Heise Medien Gruppe)


 


 

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