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Fashion City Düsseldorf - VII

Rita Lagune - "Ich möchte Frauen zu Göttinen machen"

Die Düsseldorfer Designerin Ruth Heinen wusste schon früh, dass sie später einmal Modedesignerin werden will. Sie war gerade erst 15, als sie das Label Rita Lagune erfand.

Zumindest gab es damals schon einmal den Namen, der heute seinen eigenen Klang in der Modewelt hat.

2001 erfüllt sich Ruth Heinen ihren Kindheitstraum und macht sich selbstständig - anfangs ausschließlich im Onlinevertrieb in Zusammenarbeit mit Agenturen. Aber die Düsseldorferin will mehr, vor allem den Kontakt zu Menschen: „Es ist viel inspirierender, die Frauen individuell zu beraten und eine Meinung zur Kollektion zu bekommen. Damals sah man die Kritik bloß an den Verkaufszahlen, nun können mir meine Kundinnen ganz speziell sagen, was ihnen gefällt oder warum sie sich gegen das Eine oder Andere entschieden haben“.

Vor 14 Jahren: Der erste eigene Showroom

2003 folgt schließlich die Eröffnung des eigenen Showrooms in einem romantischen Altbau im Düsseldorfer Flair. Bis heute zeigt die lässig in Jeans und Turnschuhen gekleidete Designerin dort ihre farbenfrohen Kollektionen, veranstaltet Fashion Dinner und betreut Privatkunden.

Selten findet man bei Designern ein so großes Spektrum an verschiedenen Stilen, Mustern und Stoffen. Eine Kollektion besteht zum Beispiel aus Saris, der Nationaltracht indischer Frauen. Der Sari wird in Indien von Hand gewebt und bestickt, somit ist jedes Stück einzigartig; diese Besonderheit wollte die Düsseldorferin umbedingt aufgreifen: „Mich reizen fremde Kulturen und deren aufwendige Stoffe und Handarbeiten. Ich wollte damit die indische Kultur, die ich auf einer Reise kennenlernen durfte, nach Düsseldorf transportieren und an die Menschen hier weitergeben. Ich habe die Saris dann in jedem Outfit unterschiedlich aufgegriffen und mit
europäischen Elementen kombiniert, damit die Kollektion auch hierzulande tragbar wird.“

Inspiration durch Reisen und fremde Kulturen

Seit Beginn ihrer Karriere lässt Ruth Heinen sich durch Reisen und fremde Kulturen inspirieren. Dies ist wohl auch der Grund für die enorme Farbvielfalt ihrer Kollektionen. Sie möchte etwas wagen und auch einmal Stoffe kaufen, die ungewöhnlich und besonders sind: „ Manchmal sehe ich einen Stoff und bin sofort so begeistert, dass ich ihn einfach kaufen muss. Ich frage mich dann immer, ob meine Kundinnen so etwas Spezielles tragen werden, ob sich die Teile überhaupt verkaufen. Aber meine experimentierfreudigen Kunden überzeugen mich dann - eben diese Stoffe, die so anders sind, verkaufen sich meist am Besten aus der gesamten Kollektion.“

Produziert werden die Kollektionen fast ausschließlich in Italien, auch viele Stoffe kauft Ruth Heinen dort: „Die Menschen in Italien sind einfach sehr kreativ und die Qualität steht an erster Stelle. Auch wenn die Produktion dort nicht mehr ganz günstig ist, liebe ich es, die ausgefallenen Materialien von dort zu verarbeiten und mich auf eine perfekte und hochwertige Produktion verlassen zu können.“

Zweimal hat sie in Italien gelebt, um alle Abläufe optimal begleiten zu können. Mode ist für sie mehr als nur Bekleidung „es ist ein Kommunikationsweg, man kann sich mit dem was man trägt ausdrücken und schon wenn man einen Raum betritt, kommuniziert man mit der Mode. Ich möchte Frauen zu Göttinnen machen, sie sollen sich in meiner Kleidung wohlfühlen und sich präsentieren können, wie sie sich fühlen.“


 


 

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