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Streikmüdigkeit

Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise

In den deutschen Unternehmen ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich weniger gestreikt worden als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Teilnehmer an Streiks und Warnstreiks verringerte sich auf rund 86 000 und damit binnen Jahresfrist auf weniger als ein Drittel, wie das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. 

Die Zahl der dadurch ausgefallenen Arbeitstage schätzt das Institut auf rund 140 000. Im ersten Halbjahr 2009 waren es 350 000. «Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise dürften ein wesentlicher Grund dafür sein, dass im ersten Halbjahr weniger gestreikt wurde», sagte der WSI-Arbeitskampfexperte Heiner Dribbusch.

Der deutliche Rückgang ist dem Experten zufolge vor allem darauf zurückzuführen, dass es in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie in diesem Jahr vor dem Hintergrund der krisenhaften Branchensituation zu vorgezogenen Verhandlungen und noch vor Auslaufen des alten Tarifvertrages zur Einigung kam.

In der zeitlich fast parallel laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen sei zwar erst über eine Schlichtung ein Ergebnis erzielt worden, doch seien die verhandlungsbegleitenden Warnstreiks in diesem Jahr erheblich weniger umfangreich als in den Jahren zuvor gewesen. Die Zahl der Streiks wird von der amtlichen Statistik nicht erfasst.

(ddp)


 


 

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