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  • 06.03.2013, 03:07 Uhr
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Unternehmen am Niederrhein

Lob für Verkehrslage, Kritik an Kosten

Die Unternehmer aus dem IHK-Bezirk Mittlerer Niederrhein sind mit ihrem Wirtschaftsstandort zufrieden - vor allem mit der Verkehrsinfrastruktur. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein und des NIERS-Instituts der Hochschule Niederrhein bei 1.400 Unternehmen aus der Region.

Dagegen werden wichtige Kostenfak- toren als Standort- schwäche identifiziert. So sind die Höhe der Steuerhebesätze und die Energiekosten in den Augen der Unter- nehmer nicht zufriedenstellend „Auch Arbeitsmarkt- faktoren wie die Qualifikation und die Verfügbarkeit von Arbeitskräften bekommen nur unterdurchschnittliche Noten. Dies ist ein deutliches Indiz für einen zunehmenden Fachkräfteman- gel“, sagt Heinz Schmidt, Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein.

Zwischen den Bewertungen zu den verschiedenen Themenfeldern und Standortfaktoren gibt es jedoch starke Abweichungen. Besonders gut werden die sogenannten harten Standortfaktoren bewertet. Die Straßenverkehrsan- bindung ragt bei der Beurteilung der Unternehmen heraus. 

Energiekosten werden kritisch beurteilt

„Es ist nicht nur der wichtigste, sondern auch der qualitativ beste Standort- faktor für die Unternehmen. Dennoch müssen wir diesen Standortvorteil weiter stärken“, appelliert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Porschen. Die IHK fordert daher den sechsspurigen Ausbau der A 57 auf Krefelder Gebiet sowie den Bau der L 19 in Mönchengladbach.

Kritischer werden dagegen die Energiekosten beurteilt. „Dies ist ein sehr wichtiger Standortfaktor mit einer schwachen Bewertung. Eine Verbesserung liegt aber nicht allein in der Hand der kommunalen Entscheidungsträger. Dies ist angesichts der beschlossenen Energiewende ebenso eine bundespoli- tische Aufgabe“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Unternehmen leiden unter Fachkräftemangel 

Das Themenfeld „Arbeitskräfte und Qualifikation“ wird am zweitbesten bewertet. Insbesondere das Schul- und Weiterbildungsangebot und das Lohnniveau werden von den Unternehmen positiv beurteilt. Dagegen fällt die Qualifikation und Verfügbarkeit von Arbeitskräften in der Bewertung etwas ab. „Dem Fachkräftemangel müssen wir gegensteuern. Die demografische Entwicklung wird dieses Defizit noch verstärken“, warnt Heinz Schmidt, Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein.

Schlusslicht unter den Themenfeldern: die kommunalen Kosten und die Qualität der Leistungen. „Seit 2011 hat eine wahre Steuererhöhungswelle den Niederrhein erreicht. Die Höhe der Steuerhebesätze ist für viele Unternehmer längst nicht mehr akzeptabel“, sagt Porschen. Die IHK fordert, dass die Haushaltskonsolidierung primär auf der Ausgabenseite erfolgen soll.

(Redaktion)


 


 

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