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Flüchtlinge

Institut für Internationale Kommunikation (IIK) unterrichtet Syrer aus Flüchtlingsheimen

Viele junge Flüchtlinge, wollen ihr Know How mit nach Deutschland bringen - die IIK möchte ihnen durch Sprachkurse die Integration erleichtern.

Anrecht auf einen Sprachkurs haben diese Asylbewerber derzeit erst, wenn sie als solche amtlich anerkannt werden. Doch so lange wollten Angie Henle vom Kaiserswerther Sprachenschiff und Matthias Jung vom IIK nicht warten. Angie Henle gewann bereits im April eine holländische Stiftung dafür, die Lehrerhonorare und Lehrmaterialien zu bezahlen, den Rest der Kurskosten übernahmen die Sprachschulen. Im Sprachenschiff wurde zunächst eine Gruppe von 15 Syrern im Alter von 19 bis 31 unterrichtet. Nun hat das IIK die weitere Qualifizierung übernommen: Seit Mai dieses Jahres werden die Asylsuchenden zusammen mit anderen Deutschlernern in verschiedenen internationalen Klassen unterrichtet – je nach Deutschniveau.

Differenzierung

„Wir möchten qualifizierten jungen Menschen helfen, die durch das aktuelle Raster fallen: entweder weil sie wegen des laufenden Verfahrens noch keinen Anspruch auf einen Sprachkurs haben oder weil ihr Sprachniveau schon über dem der Integrationskurse liegt, aber ihre Deutschkenntnisse für ein Studium oder einen adäquaten Job noch nicht ausreichen", so Jung. Vor allem aus didaktischer Sicht setzt er sich für differenziertere Sprachkurse bei den Flüchtlingen ein. Eine Unterscheidung zwischen Kindern, Jugendlichen, bildungsfernen und bildungsaffinen Erwachsenen wäre ein wichtiger Schritt. 

Pläne und Hoffnungen

Mohammad Ahmmad (22 Jahre): „Ich bin nach Deutschland gekommen, weil es viele
Chancen für mich gibt. Ich möchte hier studieren und arbeiten. In Syrien habe
ich 4 Jahre Jura studiert. Ich würde gern etwas zurück zu den Menschen hier
geben, die mir von Anfang an helfen und ich fühle mich als wäre ich in meinem
Land. Ich möchte das wahre Bild meines Landes hier vertreten."

Mohanad Aljabban (21 Jahre): „Zuerst bin ich glücklich, weil ich in Deutschland bin. Und ich habe Deutschland ausgewählt, weil es viele Möglichkeiten für mich gibt. Zum
Beispiel kann ich mein Studium weiter machen. Dann kann ich einfach einen Job
finden. Danach kann ich Deutschland die Dankbarkeiten zurückgeben. Ich habe ein
Jahr Bauingenieur studiert und ich hoffe, dass ich hier weiter studiere. Zuletzt
möchte ich sagen: Tausend Dank für eure Hilfe!"

(Esther Brandt)


 


 

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