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KfW-Förderung

Konjunkturaufschwung belebt Nachfrage nach KfW-Förderkrediten für den Mittelstand

Ergebnisse der Förderaktivitäten der Geschäftsbereiche im Einzelnen

Das Fördervolumen des Geschäftsbereichs KfW Mittelstandsbank ist mit 5,6 Mrd. EUR planungsgemäß niedriger als im Vorjahresquartal (7,3 Mrd. EUR) ausgefallen. Im Wesentlichen ist dies auf das Auslaufen der Konjunkturprogramme der Bundesregierung zum Jahresende 2010 zurückzuführen. Die Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs wirkte sich hingegen positiv auf die Nachfrage nach den regulären Förderkrediten aus. So stieg bspw. die Nachfrage nach dem KfW-Unternehmerkredit von 1,6 Mrd. EUR auf 2,4 Mrd. EUR. Insgesamt sank das Zusagevolumen im Förderbereich Gründung und allgemeine Unternehmensfinanzierung von 4,6 Mrd. EUR auf 3,2 Mrd. EUR. Gleiches gilt für das Förderfeld Umwelt, in dem ein Zusagevolumen von 1,9 Mrd. EUR (2,6 Mrd. EUR) erzielt wurde. Der Rückgang ist hier im Wesentlichen dem Auslaufen des Ergänzungsprogramms Erneuerbare Energien, das ebenfalls Bestandteil der Konjunkturprogramme der Bundesregierung war, zuzuschreiben.

Das Fördervolumen im Geschäftsbereich KfW Privatkundenbank liegt mit 4,5 Mrd. EUR leicht unter dem Niveau des 1. Quartals 2010 (4,6 Mrd. EUR). Positiv hervorzuheben ist auch die weiterhin sehr hohe Nachfrage im Programm Energieeffizient Bauen in Höhe von 1,0 Mrd. EUR (0,9 Mrd. EUR). Das Zusagevolumen in der Bildungsfinanzierung ist auf 478 Mio. EUR (441 Mio. EUR) gestiegen; hierbei hat der KfW-Studienkredit unverändert den größten Anteil.

Im Geschäftsbereich KfW Kommunalbank ist das Zusagevolumen von 3,7 Mrd. EUR auf 9 Mrd. EUR gestiegen. Dabei legte die Infrastrukturförderung mit einem Plus von 72 % auf 1,1 Mrd. EUR deutlich zu (0,6 Mrd. EUR). Nach Auslaufen der Investitionsoffensive Infrastruktur (Bestandteil des Konjunkturpakets I der Bundesregierung) im Dezember 2010 wurden die von der KfW aus eigenen Mitteln verbilligten Förderangebote für die kommunale und soziale Infrastruktur wieder stärker nachgefragt. Die Verträge im Globaldarlehensgeschäft der Allgemeinen Refinanzierung wurden im laufenden Jahr früher als im Vorjahr geschlossen.

Im Geschäftsbereich Export- und Projektfinanzierung, der innerhalb der KfW Bankengruppe durch die KfW IPEX-Bank verantwortet wird, wurde Neugeschäft in Höhe von 2,8 Mrd. EUR (1,3 Mrd. EUR) zugesagt. Der Zuwachs ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich im Vorjahr angebahnte Transaktionen ins neue Jahr verschoben haben. Das erste Quartal zeichnete sich insbesondere durch ein hohes Zusagevolumen im Sektor Luftfahrt und Schienenverkehr aus.

Im Geschäftsbereich Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer hat die KfW Entwicklungsbank im ersten Quartal 2011 Fördermittel in Höhe von 0,7 Mrd. EUR zugesagt. Damit liegt das Fördervolumen über dem Niveau des Vorjahres (0,6 Mrd. EUR). Zusätzlich zu den Mitteln aus dem Bundeshaushalt mobilisierte die KfW weitere Mittel in Höhe von 445 Mio. EUR. Die DEG konnte ein Zusagevolumen in Höhe von 136 Mio. EUR (104 Mio. EUR) realisieren. Nach Sektoren betrachtet entfiel ein Großteil der Neuzusagen auf Projekte im Finanzsektor, der regionale Schwerpunkt liegt in Lateinamerika.

Am Verbriefungsmarkt setzt sich die im letzten Jahr begonnene moderate Erholung fort. Im ersten Quartal hat sich die KfW mit einem Betrag in Höhe von 0,1 Mrd. EUR an einer Verbriefung von deutschen Leasingforderungen beteiligt. Die KfW wird 2011 vor allem Mittelstands- und Leasingtransaktionen unterstützen, um die Finanzierungsbasis des Mittelstands im Aufschwung zu stärken.

Im ersten Quartal 2011 nahm die KfW an den internationalen Kapitalmärkten langfristige Mittel im Gegenwert von 26,8 Mrd. EUR auf. Mit 59 % trugen maßgeblich großvolumige Benchmarkanleihen (in Euro oder US-Dollar) zum Erreichen dieses Refinanzierungsergebnisses bei. Insgesamt konnten in 120 Einzeltransaktionen Anleihen in zehn verschiedenen Währungen erfolgreich bei Investoren im In- und Ausland platziert werden. Neben einer stabilen und verlässlichen Investorennachfrage aus Europa (einschließlich Deutschlands) investierten auch Zentralbanken aus dem außereuropäischen Raum wieder deutlich mehr in KfW-Anleihen.

* Erklärung Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen: Nach IFRS sind Derivate, auch wenn sie wie bei der KfW nicht zu Handelszwecken, sondern zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken dienen, zum Zeitwert zu bilanzieren. Die gegenläufigen Bewertungseffekte der abgesicherten bilanziellen Grundgeschäfte können unter IFRS nur eingeschränkt abgebildet werden und führen so in der Ertragslage der KfW zu ökonomisch nicht sinnvollen temporären Ergebniseffekten. Diese gleichen sich in Summe über die Gesamtlaufzeit der gesicherten Positionen aus.

(KfW)


 


 

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