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Fortuna 95

"Alter" Trainer soll neuen Schwung, vor allem aber Stabilität bringen

Auch wenn Lorenz-Günther Köstner mit 61 Jahren, so Fortuna-Neusportvorstand Helmut Schulte, ein „biblisches Alter“ erreicht habe, gilt er am Flingerbroich nach einer verkorksten Hinrunde weder als Methusalem noch als Prophet oder Erlöser. Er gilt vielmehr als einer, der mit einer „gewissen Demut und gewisser Hoffnung“ die Arbeit aufnimmt.

Flankiert von Vorstand und Sportvorstand stellte sich der gebürtige Oberfranke den Fragen er zahlreichen Journalisten. Dabei wurde das Thema „Alter“ nicht ausgespart. Köstner kokettierte mit sogar damit. Er habe Friedhelm Funkel überholt und sei nun „der älteste Trainer in der 1. Und 2. Liga“, sagte er nicht ohne Stolz. Trotzdem würde er keine andere Fussballzeit repräsentieren und verwies auf seine letzte Anstellung als Trainer der zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg. Dort hatte er mit jungen Spielern arbeiten müssen, die ihn motiviert hätten. Sein Fazit: „Auch ein älterer Trainer kann modern trainieren.“

Prophetische Fähigkeiten braucht Köstner übrigens nicht um zu erkennen, dass er nur wenig Zeit hat, das schwankende Fortuna-Schiff auf Kurs zu bringen. Vier Punkte Abstand zu einem Relegationsplatz in die 3. Liga, sechs Punkte Abstand zur Relegation in die 1. Liga verdeutlichen dies. Seine Aufgabe sei es deswegen, „so schnell wie möglich eine Mannschaft zu finden mit Stabilität in der Offensive und Defensive“. Seine Erfahrung gepaart mit Elan helfen dem „Trainer aus Leidenschaft“ - so Köstner über Köstner – dabei, schnell zu erkennen „mit welcher Mannschaft er was spielen kann.“ Fest steht: „Wir haben viel zu viele Gegentore erhalten.“

Bespielen und bekämpfen

„Jetzt beginnt eine neue hoffentlich erfolgreiche Ära“, zeigte sich Lorenz-Günther Köstner dann auch hoffnungsfroh. Schließlich habe er an seinem ersten Arbeitstag eine „leistungsbereite Mannschaft gesehen“, der er „Ruhe, Stabilität und Gelassenheit“ geben wolle. Und wie sollen dann die nötigen Punkte eingefahren werden? „Wichtig ist, den Gegner zu bespielen und zu bekämpfen – mit unseren Möglichkeiten.“

Aus Sicht der Fans wäre bereits ein erster Schritt damit getan, aus dem Mittelfeld in die oberen Tabellen-Ränge einzuziehen. Und vielleicht tritt in der weiteren Rückrunde dann endlich die erhoffte spielstarke Mannschaft auf. Dann könnte Köstner durchaus von dem einen oder anderen leidgeprüften Fortuna-Fan in Schlagweite eines 2.-Liga-Erlösers gerückt werden. Doch bis dahin ist es noch ein dorniger Weg mit 15 Gabelungen.

(Manfred Fammler)


 


 

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