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Fachkräftemangel

Ganz ohne Frauen läuft die Wirtschaft nicht...

55 plus - 1,2 Millionen Fachkräfte

Ein Potenzial von bis zu 1,2 Millionen Fachkräften könnte zudem durch eine stärkere Einbindung von Mitarbeitern im Alter von über 55 Jahren aktiviert werden. Am Beispiel eines mittelständischen Unternehmens erläuterte Suder, dass sich betriebliches Gesundheitsmanagement unabhängig von der Gewinnung zusätzlicher Fachkräfte auch direkt auszahlen kann: Pro Jahr können dort mit einem Aufwand von 235 EUR durch reduzierte Fehltage, verringerte Arbeitsunfälle und niedrigere Fluktuation ca. 1.000 EUR pro Mitarbeiter eingespart werden.

 Die Mitarbeiterbindung - beispielsweise durch Weiterbildung - zu erhöhen, gehört ebenso in dieses Maßnahmenfeld wie Kooperationen und Partnerschaften mit branchenübergreifenden Netzwerken zwischen Unternehmen. Mit der Unterstützung staatlich geförderter Programme durch Unternehmen und deren aktivem Eintreten für bessere Rahmenbedingungen lassen sich weniger attraktive Standorte aufwerten. "Dies sind vor allem Optionen für Mittelständler, die im Alleingang nicht immer über die kritische Größe oder einen bekannten Markennamen für nachhaltige Veränderungen verfügen", sagte Suder. 

Initiativen zur Regionalentwicklung

Gemeinsam mit den Landkreisen und Kammern könnten Unternehmen beispielsweise strategische Initiativen zur Regionalentwicklung auf den Weg bringen. Als Erfolgsbeispiel nannte Suder das "dortmund-project", eine Initiative zur Regionalentwicklung, bei der in Kooperation zwischen der Stadt Dortmund und großen Arbeitgebern der Strukturwandel in Dortmund bewältigt und so in den vergangenen Jahren Zehntausende von Arbeitsplätzen geschaffen bzw. gesichert werden konnten.

Und schließlich:  Unternehmen müssten je nach individueller Situation auch darüber nachdenken, in kritischen Bereichen ihren Fachkräftebedarf zu senken. Als Ausweg nannte Suder in diesem Handlungsfeld u.a. Outsourcing und Dienstleistungszentren, so genannte Shared Services.

Wenn es beispielsweise einem Unternehmen in einer strukturschwachen Region nicht gelingt, wichtige Stellen im IT-Bereich zu besetzen, könne eine Verlagerung dieser Funktion helfen, den Standort und damit die Arbeitsplätze der übrigen Beschäftigten zu sichern. Gerade für die öffentliche Verwaltung spiele die Bündelung von Aufgaben in Dienstleistungszentren eine besondere Rolle, weil sie im Wettbewerb um Fachkräfte weniger Flexibilität hätten, z.B. bei der Vergütung oder der Standortwahl.


 


 

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