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Fachkräftemangel wird zur Gefahr für Düsseldorfer Baubranche

Der Mangel an Fachkräften könnte für Baufirmen in Düsseldorf in den nächsten Jahren zu einem ernsten Problem werden. Davor warnt die Gewerkschaft IG BAU und verweist auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit.

Danach gibt es in den Bauberufen zunehmend Schwierigkeiten, Personal für offene Stellen zu finden. Im vergangenen Jahr blieben in Düsseldorf 56 Stellen in der Branche länger als 90 Tage unbesetzt. 2018 waren es 55 Stellen, 2017 ebenfalls 56. „Ob es um den Bau von Wohnungen und Straßen oder die Sanierung von Brücken geht – viele Firmen arbeiten wegen der anziehenden Nachfrage längst am Limit. Und das sogar in Zeiten von Corona. Um die Aufträge zu bewältigen, müssen sie jetzt in die Fachleute von morgen investieren“, sagt Uwe Orlob, Bezirksvorsitzender der IG BAU Düsseldorf. Die Branche müsse jedoch deutlich attraktiver werden. Das fange bei einer besseren Bezahlung an, so Orlob. In der laufenden Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe fordert die Gewerkschaft ein kräftiges Lohn-Plus. Außerdem soll die lange, bislang meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle entschädigt werden. „Aktuell erleben wir einen regelrechten Facharbeiter-Schwund. Drei Jahre nach der Ausbildung haben im Schnitt zwei von drei Bauarbeitern ihre Branche verlassen. Der Trend muss unbedingt gestoppt werden“, betont Orlob. Neben höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen komme es dabei auch auf ein gesundes Betriebsklima an. Beschäftigte vermissten häufig Respekt und Anerkennung für ihre Leistung. „Kein Wunder, dass sich mancher da nach einem anderen Beruf umschaut“, so Orlob.

(Redaktion)


 


 

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