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Herzaktionstag

So kann jeder zum Lebensretter werden

Am Samstag, 27. Oktober 2018, präsentiert sich in der Rheinterrasse der Düsseldorfer Herzaktionstag. Von 10 bis 16 Uhr informiert das Kompetenz Herz umfangreiche Informationen über Ersthilfemaßnahmen bei akutem Herz-Kreislauf-Stillstand. In praktischen Übungen wird vermittelt, wie jeder medizinische Laie zum Lebensretter werden kann.

Im Interview erläutert Prof. Dr. med. Rolf Michael Klein, Initiator des Herzaktionstags, die Bedeutung der Ersthilfe.

Was ist das vorrangigste Ziel des Herzaktionstags am kommenden Samstag?

Prof. Klein: Das Düsseldorfer Kompetenznetz Herz e.V. will möglichst vielen Menschen vermitteln, dass jeder zum Lebensretter werden kann, wenn er Zeuge eines akuten Herz-Kreislaufstillstands wird. Unter fachkundiger Anleitung können die Besucher in einfachen Übungen die notwendigen Maßnahmen, wie zum Beispiel die Herzdruckmassage, erlernen. Auch der Umgang mit dem automatischen externen Defibrillator (AED) wird geschult.

Wie muss denn der medizinische Laie reagieren, wenn sich in seiner Nähe ein solcher Notfall ergibt?

Prof. Klein: Wir bringen die erforderliche Hilfe auf die einprägsame Kurzformel: Prüfen – Rufen – Drücken!
Prüfen heißt: Erkennen der Gefahrensituation anhand der Symptome. Die häufigsten Warnsymptome dabei sind Brustschmerz, Krampfanfall, Bewusstlosigkeit und anormale Atmung bis hin zum Atemstillstand.
Mit Rufen meinen wir: Umgehend die 112 wählen und den Telefonanweisungen der erfahrenen Helfer bei der Feuerwehr Folge leisten. Wiederbelebungsmaßnahmen werden so durch eine kontinuierliche Anleitung per Handy unterstützt.
Und Drücken bedeutet: Mit der Herzdruckmassage beginnen und diese fortsetzen, bis professionelle Hilfe vor Ort ist.
Wichtig ist die Schnelligkeit des Handelns, denn mit jeder Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit des Erkrankten um zehn Prozent.

Es ist bekannt, dass viele Menschen sich scheuen, bei akuten Notfällen aktiv einzugreifen. Entweder aus Unkenntnis oder aus Angst, das Falsche zu tun. Wie nimmt man dem medizinischen Laien diese Scheu?

Prof. Klein: Einen schlichten Satz sollte sich jeder einprägen: Alles ist besser als nichts zu tun! Ersthelfer müssen rasch handeln. Wir hoffen, dass der Herz-Aktionstag mit seinen praktischen Übungen, den Vorträgen und Informationsangeboten dazu beiträgt, diese einfache Erkenntnis zu verbreiten und zu vertiefen. Denn jeder kann in diese Situation geraten, und dann sollte man wissen, was zu tun ist.

(Redaktion)


 


 

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