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Tröte kontra Trommelfell

HNO-Ärzte warnen vor der Vuvuzela

Die bei Fußballfans in NRW beliebten Vuvuzela-Tröten sollten nach Auffassung des Bundesverbands der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte bei Massenveranstaltungen grundsätzlich verboten werden.

«Der hohe und intensive Schallpegel dieser bis zu 130 Dezibel lauten Trompeten kann ein akutes Lärmtrauma mit zeitweiligem Hörverlust und Taubheitsgefühl, aber auch irreparable Schäden verursachen», sagte Verbandssprecher und Ohrenarzt Michael Deeg der Nachrichtenagentur ddp in Neumünster. Besonders hoch seien die Risiken in dichtem Menschengedränge wie in Fußballstadien oder bei Public-Viewing-Veranstaltungen.

Deeg rät, Menschenansammlungen zu meiden, bei denen der Einsatz von Vuvuzelas erlaubt sei. Wer auf das kollektive Fußballschauen während der Weltmeisterschaft dennoch nicht verzichten wolle, sollte zumindest auf Distanz zu diesen Instrumenten gehen. «Mindestens zehn Meter», rät der Experte. Außerdem empfiehlt er, Ohrenstöpsel zu benutzen.

Die Empfehlung des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums, Vuvuzelas bei Public-Viewing-Veranstaltungen zu verbieten, werde zwar vom Verband der HNO-Ärzte begrüßt. Eine Empfehlung gehe aber nicht weit genug, sagte Deeg. Das sei eine «Frage der Verantwortlichkeit». «Man kann seine Freude auch schreiend und gestikulierend und ohne technische Hilfsmittel ausdrücken», merkte der Arzt an.

Düsseldorfs größte Public-Viewing-Location, die Esprit-Arena, setzt dagegen auf liberale Handhabung: Hier darf munter getrötet werden.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

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1 Kommentar

von Anonym
10.06.10 15:18 Uhr

Man kann´s auch übertreiben! Es ist ja allgemein bekannt, dass die meisten Südafrikaner unter einem Lärmtrauma leiden ;)

 

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