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AIV kürt das Bauwerk des Jahres 2008

Höchstes Lob aus Expertenmund für die Planer und Erbauer des GAP 15

Der Architekten- und Ingenieurverein (AIV) Düsseldorf, rund 300 Mitglieder aus allen Bereichen des Bauwesens vertritt, will mit der regelmäßigen Auszeichnung gelungener Beispiele aktueller Baukunst die Qualität der in Architektur, Städtebau und Bautechnik nachhaltig fördern. Jetzt wurde - eine Premiere - erstmals das "Bauwerk des Jahres" für 2008 gekürt. Mit klarer Mehrheit votierten die AIV-Mitglieder für das GAP 15.

Als Bauherren und Projektentwickler nahmen Peter Schunk und Stefan Klotschke hoch über den Dächern Düsseldorfs - in der 23. Etage des preisgekürten Hochhauses - die Auszeichnung in Form einer bronzenen Plakette entgegen. Prof. Thomas Fürst, seit Jahrzehnten als renommierte Architekt in Düsseldorf tätig, überreichte die Plakette und begründete die Wahl des GAP 15 in seiner Laudatio.

Vor allem die architektonischen und städtebaulichen Aspekte hätten eine Rolle gespielt; gewürdigt wurde aber auch das Zusammenwirken aller am Bau Beteiligten gewürdigt, von Bauherr und Projektentwickler über Planer und Gestalter bis hin zu den ausführenden Firmen.

Das mittlerweile unter dem Namen GAP 15 bekannte Bauwerk ist das Ergebnis eines langen Prozesses. Über Jahre wurde die Entwicklung des Grundstücks aus Sicht der Architektur, des Städtebaus und auch der Finanzierbarkeit diskutiert. Umso zügiger gelang dann die Realisierung, nachdem 2002 in einem internationalen Wettbewerb, von den engagierten Bauherren und Projektentwicklern in Abstimmung mit Politik und Stadtplanung ausgeschrieben. Dabei wurden das nicht minder engagierte Team gefunden, das das heute sichtbare, hervorragende Ergebnis verantwortet.

Stellvertretend für viele beteiligte Büros und Unternehmen nannte Fürst::
- die Architekten von J.S.K. (Düsseldorf)
- die Landschaftsarchitekten von WES & Partner (Hamburg).
- die Tragwerkplaner von Schüssler-Plan
- das Ingenieurbüro Gehlen als Prüfstatiker
- das Vermessungsbüro Hans-Joachim Töpfer.

Für die Juroren des AIV war das Wechselspiel alter und neuer Bausubstanz eines der Qualitätsmerkmale, das besonders hervorzuheben ist. Nicht immer gelinge der eigentlich selbstverständliche Erhalt denkmalgeschützter Bauwerke in derart überzeugender Qualität. Mit dem GAP 15 sei über den bloßen Erhalt hinaus ein ästhetisch anspruchsvoller Dialog zwischen Alt und Neu, zwischen dem horizontal gradlinigen Flachbau und den vertikal aufstrebenden elliptischen Baukörpern gelungen.

Die Nutzungsqualität des Gebäude-Ensembles, die sich u.a. in der effizienten und flexiblen Grundrissgestaltung ausdrückt, hat bei der Entscheidung über das Bauwerk des Jahres 2008 ebenso „gepunktet“ wie die Planung und Umsetzung der technischen Infrastruktur – das gilt beispielsweise für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik, für die Gebäudeautomation und die Energieversorgung; hierbei wurden, auch mit Blick auf die Folgekosten, effiziente Lösungen gefunden.

Unter Würdigung dieses ganzheitlichen Konzepts lobt Prof.  Fürst, die „nachvollziehbar gradlinige Verfolgung der Entwurfs- und Planungsgedanken“ bei der Bauausführung: „Hier wurden keine falschen Kompromisse geschlossen.“

Fürst stellt das GAP 15 in die Tradition von Bauwerken, die Düsseldorfs Stadtbild durch hohe Qualität geprägt haben: „Wie das Wilhelm-Marx-Haus für das Bauwesen der 20-er Jahre und das Dreischeibenhaus wegweisend für die Architektur der 60-er Jahre steht, so setzt das GAP 15 Maßstäbe für unsere jetzige Zeit.“

Am Schnittpunkt zweier historischer Düsseldorfer Stadtviertel, in denen heute Kreativität und urbanes Leben zu Hause sind, setzt der 91,3 m hohe Bau einen eigenen Akzent – als markanter Schlusspunkt der Karlstadt und zugleich als Übergang zur Friedrichstadt.

(Redaktion)


 


 

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