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HWK-Präsident

Prof. Schulhoff starb mit 74

Trotz schwerer Krankheit war er bis zu letzt aktiv, in der Handwerksvertretung und in seinem Unternehmen. Wolfgang Schulhoff, Präsident der Düsseldorfer Handwerkskammer, ist gestern gestorben. Er wurde 74 Jahre alt.

Mit Prof. Dr. h.c. Wolfgang Schulhoff verlieren die Handwerkskammer Düsseldorf und die Landeshandwerksorganisation ihren führenden Repräsentanten. Der Düsseldorfer Handwerksunternehmer, Politiker, Nationalökonom und Hochschullehrer war eine der prägenden Persönlichkeiten des Deutschen Handwerks, als leidenschaftlicher Verfechter der Sozialen Marktwirtschaft, Demokrat und Europäer über das Handwerk hinaus und über Parteigrenzen hinweg hoch wertgeschätzt.

Zu den markantesten Erfolgen Schulhoffs in seiner elfjährigen Amtszeit als Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf (seit 1.1.2003) und seines neunjährigen Wirkens als Präsident des Nordrhein-Westfälischen Handwerkstags (NWHT; seit 1.1.2005) gehört sein vehementes Eintreten für mehr Verantwortungsethik in der Wirtschaft, namentlich eine Stärkung des Haftungsprinzips für angestellte Manager. Mit einer bereits im Jahr 2000 - also deutlich im Vorfeld der Finanzkrise - begonnenen, breit wahrgenommenen Serie von Vorträgen und Essays, Podiumsveranstaltungen und medienöffentlichen Auftritten trug dder Düsseldorfer Unternehmer maßgeblich dazu bei, dass auf Grund einer Bundesratsinitiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung die Bundesregierung im Sommer 2009 eine Verschärfung des Aktienrechts im Bundestag durchsetzte.

Auch seine offensive Haltung gegen eine um sich greifende Konsumentenorientierung am billigsten Preis statt an der Qualität des Angebots fand großen öffentlichen Widerhall und Unterstützung.

Im Mittelpunkt der Interessenvertretung für das Handwerk standen jedoch die Wettbewerbsstellung des inhabergeführten Mittelstands und der Ausbildungsbeitrag des Handwerks für Wirtschaft und Gesellschaft, um dessen Zukunftsfestigkeit und politische Anerkennung er wirkungsvoll rang. Prof. Dr. h.c. Schulhoff vertrat vehement das Postulat eines Mehr an unternehmerischer Freiheit auf der Basis persönlicher Verantwortung des Inhabers, ohne den Staat aus seiner Aufgabe der Gewährleistung förderlicher Rahmenbedingungen zu entlassen.

Einen wichtigen Ausdruck fand Schulhoffs Ringen um ausreichend qualifizierten Nachwuchs ferner in der von der Handwerkskammer Düsseldorf lancierten bundesweiten Imagekampagne des Handwerks „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“

(Redaktion)


 


 

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