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Hygiene-DIN für Schulgebäude

„Turboputzen“ macht keine Schule mehr

Ein Klassenzimmer von über 50 Quadratmetern in acht Minuten reinigen, das wäre in Corona-Zeiten mehr als fahrlässig. Trotz DIN-Norm für Schulgebäude herrscht Unsicherheit, was wie und wie oft gereinigt werden muss, um eine Schmierinfektion mit Corona-Viren zu verhindern.

Ein Blick in die Schultoilette ist nichts für schwache Nerven. Türen, die sich nicht abschließen lassen, Toilettenpapier, Seife und Papierhandtücher? Vor Corona oft Fehlanzeige. „Dabei gibt es seit 2005 die DIN 77400 ‚Reinigungsdienstleistungen - Schulgebäude – Anforderungen an die Reinigung‘“, erklärt Thomas Meyer, Geschäftsführer von HYSYST. 2015 wurde die Norm überarbeitet. Es ging um mehr Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz für die Beschäftigten, aber auch um Umfang und Häufigkeit der Reinigungsdienstleistungen bis hin zur Überwachung der Reinigungsqualität mit praxisbezogener Checkliste.

Soweit die Theorie. In der Praxis sparten Kommunen und Gemeinden an der Reinigung von Schulen und Kitas, bekam bei öffentlichen Ausschreibungen das „wirtschaftlichste Angebot“ den Zuschlag. Nun ist Hygiene in der Schule auf einmal lebenswichtig geworden. Schließlich könnten sich Schüler hier unbemerkt anstecken und das Virus ins Elternhaus und in die Risikogruppen der Gesellschaft tragen. Sauberkeit, Hygiene, Lüften der Klassenzimmer, Mundnasenschutz (MNS) und Wegeführungs- und Abstandsmarkierungen sind mit einem Mal systemrelevant.

Hygiene-Schulgebäude-DIN zum kostenlosen Download

Seit Mai gibt es die DIN-Norm kostenlos als Download. Nicht, weil sie auf die Pandemie ausgelegt ist, sondern weil sie u. a. Hinweise zu Flächenhygienemaßnahmen in Schulen gibt. Da das Bundesamt für Risikobewertung bei Corona-Viren eine Schmierinfektion über Oberflächen nicht ausschließt, geraten Türklinken, Schalter, Fenstergriffe, Armaturen, Tische und Stühle in den Fokus der täglichen Reinigungsleistung. „Genau da herrscht Unsicherheit bei den Reinigungskräften, was die Umsetzung angeht. Wir haben deshalb das CoronaSafetySet entwickelt, das wir Schulen, Kitas und Trägern kostenlos zur Verfügung stellen“, so Meyer. Auf der Website von HYSYST gibt es alle Hinweise, um die bebilderte Standardarbeitsanweisung, die Schulungshilfe und vieles mehr zu beziehen. Ein Einsatz, der Schule machen sollte.

(Redaktion)


 


 

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