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  • 21.08.2009, 11:12 Uhr
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Andere Länder, andere Sitten

IHK-Coaching fremder Gebräuche

Beweist man Stil, wenn man in Saudi-Arabien die private Einladung des arabischen Geschäftspartners erst beim dritten Mal annimmt? Zieht man bei Betreten einer Prager Wohnung die Schuhe an der Wohnungstür aus? Sind Blumen, egal in welcher Farbe und Anzahl, für Russen immer die passende Geste? Bringt man dem chinesischen Geschäftsfreund eine Uhr als Gastgeschenk mit? Und: Mit welcher Hand fasst man Speisen in der Türkei an?

Andere Länder, andere Sitten – davon kann auch mancher Geschäftsmann ein Lied singen, dem trotz eines innovativen Produkts und einer teuren Marktanalyse der internationale Erfolg (zunächst) versagt bleibt. Die Unkenntnis fremder Gebräuche erweist sich häufig als Stolperstein, sowohl bei der Eroberung eines Auslandsmarktes als auch bei der Integration ausländischer Mitarbeiter ins Unternehmen. Die IHK Mittlerer Niederrhein will mit interkulturellen Trainings Abhilfe schaffen. Vom 15. bis 29. September machen Landesinsider fit im richtigen Umgang mit „do’s und don’ts“ der Arabischen Welt, Chinas, Russlands, Osteuropas und der Türkei.

Wer weltweit tätig ist, ob als Unternehmer, Handelsvertreter oder Auslandspraktikant, kann in viele Fettnäpfchen treten. Eine im Vorfeld intensive Auseinandersetzung mit Kultur, Religion, Wertevorstellungen, Sitten und Gebräuchen im Zielland kann nach Erfahrungen der IHK der Schlüssel zum Erfolg sein. Stefan Enders, Referent im IHK-Geschäftsbereich International: „Die uns vertrauten Signale und Verhaltensweisen haben in der Fremde oft keine oder eine ganz andere Bedeutung.“

Während man beispielsweise in Deutschland einer privaten Einladung eines Geschäftspartners möglichst bei der ersten Gelegenheit nachkommt, zeigt sich in Arabien als Kenner der Kultur, wer die ersten Einladungen zunächst höflich ausschlägt. „Im gastfreundlichen Arabien sind private Einladungen aus Pflicht- und Traditionsbewusstsein oft sehr schnell ausgesprochen und anfänglich eher als rhetorische Geste gemeint“,  weiß Enders: „Um beim Geschäftspartner zu punkten, sollte man solche kulturellen Besonderheiten kennen, genauso wie man wissen sollte, dass man in Russland weiße oder gelbe Blumen nur zu traurigen Anlässen schenkt, in gerader Anzahl zudem nur zu Begräbnissen.“

In dem jeweils dreistündigen Handlungstraining will die IHK für solche interkulturellen Unterschiede sensibilisieren und praktische Tipps im Umgang mit ausländischen Geschäftsleuten geben.

Termine:

  • 15. September, Interkulturelles Handlungstraining Osteuropa;
  • 16. September, Türkei;
  • 22. September, Russland;
  • 23. September, China;
  • 29. September, Arabische Welt

(jeweils von 17 bis ca. 20 Uhr in der IHK Neuss). Die Kosten liegen bei 50 Euro. Es empfiehlt sich eine kurzfristige Anmeldung. Info, Anmeldung und Flyer: Aleksandra Kroll, Tel. 02131 9268-587, [email protected] Internet: www.ihk-interkulturelle- kompetenz .de.

(Redaktion)


 


 

Stefan Enders
Referent im IHK-Geschäftsbereich International

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