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IHK Düsseldorf

139 Nationen im Kammerbezirk

Jedes siebte der knapp 82.000 Mitgliedsunternehmen der IHK Düsseldorf wird von einem ausländischen Staatsangehörigen geführt oder verfügt mehrheitlich über ausländisches Gesellschaftskapital. Vor allem der Kreis Mettmann ist international. Das ergab die aktualisierte Studie „Ausländische Unternehmen im IHK-Bezirk Düsseldorf“.

Die der Studie zugrundeliegenden Daten sind auch in die englischsprachige Publikation „Foreign Companies in the Rhineland“ der IHK-Initiative Rheinland (IHKs Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal) eingeflossen, die im September 2013 erschienen ist. Der IHK-Bezirk Düsseldorf weist mit 3.758 die mit Abstand höchste Zahl der ausländischen HR-Unternehmen aller Kammerbezirke im Rheinland auf. Dies entspricht einem Anteil von knapp 37 Prozent. Bei den Kleingewerbetreibenden liegt der IHK-Bezirk Düsseldorf (8.658) an zweiter Stelle hinter dem IHK-Bezirk Köln (11.459).

Schlüsselrolle des IHK-Bezirks Düsseldorf

Wirtschaftlich, so die IHK, seien vor allem die handelsregisterlich eingetragenen Unternehmen von besonderer Bedeutung. „Ihre Branchenstruktur zeigt deutlich, welche Schlüsselrolle der IHK-Bezirk Düsseldorf als Unternehmenssitz bei der Bearbeitung des deutschen Marktes beziehungsweise der europäischen Märkte spielt. Die internationalen Unternehmen schätzen die Nähe zu Kunden und die gute Verkehrsanbindung. Sehr deutlich wird das an der Präsenz vieler internationaler Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, etwa in der Telekommunikation, der Werbe- und Kommunikationswirtschaft oder bei den Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien. Auch die Verfügbarkeit von Fachkräften und die ‚weichen’ Standortfaktoren wie eine hohe Lebensqualität, das vielfältige kulturelle Angebot und internationale Schulen spielen eine wichtige Rolle“, erklärt Gerhard Eschenbaum, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter der Abteilung Außenwirtschaft der IHK Düsseldorf. Der Kreis Mettmann punkte zusätzlich mit seiner starken industriellen Prägung und Ansiedlungsmöglichkeiten für ausländische Industrieunternehmen. Hier fänden sich zudem einige Beispiele für erfolgreiche Beteiligungen und Übernahmen bestehender Unternehmen.

Internationaler Kreis Mettmann

„Der Kreis Mettmann hat an Internationalität in den letzten Jahren deutlich zugelegt. Mittlerweile sind 3.093 Unternehmen im ‚Neanderland‘ in ausländischem (Kapital-)Besitz. Das bedeutet einen Zuwachs um fast 15 Prozent seit 2010. Dieses Wachstum verdankt der Kreis der starken Zunahme an Neugründungen im Bereich kleiner, von Ausländern geführter Unternehmen.“ Mit diesen Worten fasst Eschenbaum die Ergebnisse für den Kreis Mettmann zusammen.

Anstieg um 14,5 Prozent

Im Kreis Mettmann seien 3.093 ausländische Unternehmen ansässig –14,5 Prozent mehr als 2010. 666 davon seien im Handelsregister (HR) eingetragen und 2.427 der Gruppe der Kleingewerbetreibenden (KGT) zuzuordnen. Dabei stellten bei den HR-Unternehmen im Kreis die Niederlande mit 117 Unternehmen die größte Fraktion, gefolgt von den USA (86), der Schweiz (85), Großbritannien (45), Frankreich (43) und Belgien (31). Bei den Kleingewerbetreibenden hätten die Polen mit 526 Unternehmern die Nase vorn, gefolgt von den Türken (488), den Italienern (198) und den Griechen (181). Spitzenreiter unter den Städten im Kreis beim ausländischen Unternehmensbesatz sei Ratingen (730), gefolgt von Velbert (502), Hilden (375), Langenfeld (370), Erkrath (291) und Monheim am Rhein (210). Von den HR-Firmen im Kreis Mettmann seien mit 284 über 40 Prozent in der Stadt Ratingen ansässig, gefolgt von Langenfeld mit 95. Insgesamt seien 139 Nationen im Kammerbezirk vertreten.

Warnsignal an Politik

So wie für die ausländischen Unternehmen die Nähe zu Kunden und Abnehmern das Hauptmotiv ihrer Investments in Deutschland ist, so ist es das auch für deutsche Firmen auf ausländischen Märkten. Fast 90 Prozent aller Unternehmen nannten die Nähe zum Kunden als Hauptgrund für Auslandsengagement. 20 Prozent nennen die Überwindung von Handelshemmnissen beim Export als Motiv ihrer Investition. Dass die Sorge vor weiteren Energiepreissteigerungen von immerhin einem Achtel der Unternehmen als Motiv für den Schritt ins Ausland genannt wird, ist ein deutliches Warnsignal an die Politik.

Das IHK-Spezial „Ausländische Unternehmen im IHK-Bezirk Düsseldorf 2013“ kann im Internet unter www.duesseldorf.ihk.de, Dokumenten-Nummer 14504, kostenlos heruntergeladen werden.

(Redaktion)


 


 

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