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  • 04.10.2013, 11:27 Uhr
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IHK Düsseldorf / Mittlerer Niederrhein

Der Region fehlen 11.000 Fachkräfte

Wird der Fachkräftemangel zum Konjunkturrisiko? Eine Umfrage der IHKs Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein ergibt, dass 20 Prozent der 900 befragten Betriebe das so sehen. Jeder dritte Betrieb klagt darüber, dass qualifizierte Arbeitsplätze zwei Monate und länger unbesetzt bleiben.

Der Fachkräftemangel bleibt bei den Unter- nehmen in der Region Düsseldorf/ Mittlerer Niederrhein ein wichtiges Thema. erklärt. „Nach unseren Berechnungen fehlen in der Region derzeit etwa 11.000 Fachkräfte“, erläutert Dr. Udo Siepmann, Hauptgeschäfts- führer der IHK Düsseldorf. Diese Zahl dürfte sich sogar noch erhöhen, wenn die Konjunktur wieder stärker anziehe.

Gesucht seien vor allem Fachkräfte in der Bauwirtschaft (57 Prozent der Betriebe), in den Dienstleistungsbranchen (38 Prozent) und im produzie- renden Gewerbe (34 Prozent). Vor allem die Bauwirtschaft sei pessimistisch, ihre freien Stellen auch tatsächlich besetzen zu können. In der chemischen Industrie fehlten nur in jedem 20. Betrieb Fachkräfte. Dies zeige nach An- sicht der IHK beispielhaft, welch positive Auswirkungen kontinuierliche Berufsaus- und Weiterbildung auf die Gewinnung von Fachkräften hätten. „Immer mehr Unternehmen setzen zur Vermeidung des Fachkräftemangels auf Aus- und Weiterbildung“, freut sich Siepmann. Jeweils mehr als die Hälf- te der Unternehmen sehe darin ein wirksames Instrument zur Fachkräfte- sicherung und zur Attraktivitätssteigerung.

Mehr ausländische Abschlüsse sollten anerkannt werden

Neben verstärkten Bildungsanstrengungen und einer höheren Erwerbsbe- teiligung von Frauen könne das Fachkräftepotenzial in Deutschland durch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und auch durch mehr Zuwan- derung erhöht werden. Zwar zögen nur 13 Prozent der Betriebe die Möglich- keit in Betracht, verstärkt Fachkräfte etwa aus den südeuropäischen Ländern anzuwerben. Aber ihr Anteil sei gestiegen: 2011 hätten sich das erst fünf Prozent der Befragten vorstellen können. Dies bestätige auch die Bundes- agentur für Arbeit, die jüngst eine merklich gestiegene Zuwanderung auf dem Arbeitsmarkt festgestellt habe.

(Redaktion)


 


 

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