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IHK-.Konjunkturbericht

Hoffen aufs Ende der Talfahrt

Die Geschäftslage der Wirtschaft in der Region Region hat sich weiter eingetrübt. Gleichzeitig rechnen die Unternehmen jedoch nicht damit, dass die Nachfrage noch weiter zurückgehen wird

Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf: „Einerseits glauben die Unternehmen nicht, dass die Konjunktur in den kommenden Monaten spürbar anziehen wird, andererseits hoffen sie auf ein Ende der Talfahrt." Dies ist sozusagen  das Fazit des Konjunkturberichts Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein. An der Umfrage beteiligten sich knapp 900 Betriebe mit rund 90.000 Beschäftigten. 

Danach meldet zu Jahresbeginn 2020 ein Drittel der Betriebe eine gute Lage und 19 Prozent eine schlechte. Damit liegt der Lageindikator – als Differenz von Gut- und Schlecht-Antworten – bei 14,9 Punkten. Noch im Herbst hatte dieser Wert bei 19,2 gelegen.

Die Industrie erreicht mit 7,2 Punkten ihren Wert aus der Vorumfrage. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass der Wert zum zweiten Mal in Folge unter der Zehn-Punkte-Marke liegt. „Die Nachfrage sinkt, und die Kapazitätsauslastung ist auf einem niedrigen Niveau“, resümiert Berghausen. Insbesondere die Exportwirtschaft spüre die geopolitischen Konflikte, die Angst vor höheren Ölpreisen aufgrund des Irankonflikts sowie die Ungewissheit über die zukünftigen Beziehungen zu Großbritannien. 

Umgekehrt lasse die Industrie aber auch hoffen, denn ihre Erwartungen haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Berghausen: „Im Herbst waren bei den verarbeitenden Betrieben die Pessimisten in der Überzahl, jetzt sind die Optimisten wieder in der Mehrheit."

Auch in der Gesamtwirtschaft sind die Erwartungen für das Jahr 2020 etwas günstiger als noch im Herbst. Damals wie heute rechnen 24 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage und aktuell 19 Prozent mit einer Verschlechterung (Herbst 2019: 21 Prozent). 

Stütze der Konjunktur bleibe die Binnennachfrage. Dies zeigt sich beim Blick auf die Branchen. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. „Der Geschäftslageindikator im Einzelhandel ist seit fünf Jahren ohne Unterbrechung im positiven Bereich. Über einen so langen Zeitraum war dies zuletzt vor 30 Jahren der Fall.“

Grund dafür seien die gute Arbeitsmarktlage, eine ordentliche Lohnentwicklung und niedrige Zinsen. Das Umsatzplus des Einzelhandels basiere vor allem auf der positiven Entwicklung der digitalen Vertriebskanäle, im stationären Geschäft meldeten die Unternehmen einen leichten Umsatzrückgang. 

(Redaktion)


 


 

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