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  • 06.02.2015, 12:28 Uhr
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  • Düsseldorf / Mittlerer Niederrhein
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IHK-Kunjunkturumfrage

Regionale Wirtschaft: Zufriedenheit und Stabilität

Die Geschäftslage der regionalen Wirtschaft liegt weiterhin stabil auf einem zufriedenstellenden Niveau. Im herbst letztedn Jahres war noch eine leichte Abwärtsbewegung zu beobachten.

Dies hat sich nicht fortgesetzt. Das belegt die gemeinsame Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein. Mehr als 800 Betriebe haben sich daran beteiligt. „Die Unternehmen erwarten für die kommenden Monate weder ein dynamisches Wachstum noch einen Abschwung“, erklärt Dr. Dieter Porschen, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. Insbesondere die geopolitischen Krisen etwa in der Ukraine und in Syrien wirken belastend für die Weltwirtschaft.

Die aktuelle Geschäftslage hat sich seit Herbst kaum verändert: Weiterhin 36 Prozent der Betriebe bezeichnen sie als gut. Auch der Anteil der Schlecht-Meldungen liegt konstant bei 14,5 Prozent. Insbesondere von den Exportmärkten gingen in den vergangenen Monaten keine Wachstumsimpulse aus. Porschen: „Zwar bleiben Binnen- und Exportnachfrage robust, allerdings stagnierten die Aufträge zuletzt. Mit konstanten Auftragseingängen lässt sich kein Wachstum erzielen.“

Wohnungsbau lässt die Branche strahlen

Die beste Lagebeurteilung meldet die Bauwirtschaft, die seit etwa vier Jahren boomt. Die gute Auftragslage wird von einer Vielzahl von Bauprojekten in der Region getragen, speziell im Wohnungsbau. Der Großhandel schwächelt dagegen seit 2012 kontinuierlich. In dieser Branche liegt der Lageindikator deutlich unterhalb des Zehn-Jahresdurchschnitts.

Die regionale Wirtschaft erwartet für die kommenden Monate wenig wirtschaftliche Dynamik. 32 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, 15 Prozent mit einer Verschlechterung. „Dies deutet allenfalls auf ein leichtes Wachstum hin. Aber in allen Branchen, auch in der Industrie, überwiegen jetzt die Betriebe, die damit rechnen, in den kommenden Monaten ihren Absatz wieder steigern zu können“, berichtet Porschen.

Politik vernachlässigt Standortbedingungen

Mit den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland sind die Unternehmen immer unzufriedener. „Dies hängt auch mit dem wenig wirtschaftsfreundlichen Kurs der Bundesregierung zusammen“, betont Porschen. „Die Politik muss sich wieder verstärkt um die Standortbedingungen der Wirtschaft kümmern, damit wieder mehr investiert wird.“ Neben der konjunkturellen Unsicherheit sei die geringe Investitionsbereitschaft vor allem auf die Sorge um den Standort Deutschland zurückzuführen. So zeigt die IHK-Umfrage, dass die Investitionsbudgets im Jahr 2015 nur geringfügig anziehen dürften und damit auf dem derzeit niedrigen Niveau blieben.

Für den Arbeitsmarkt in der Region lassen sich daraus keine großen Impulse ableiten. Der Beschäftigungsstand dürfte aber mindestens stabil bleiben. „Nur die Dienstleister planen Neueinstellungen in einem spürbaren Umfang“, erklärt abschließend Dr. Udo Siepmann, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. In allen weiteren Branchen ist eher von einer Stagnation der Mitarbeiterzahl auszugehen.

(Redaktion)


 


 

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