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IHK-Studie

Neusser Händler: Stadtmarketing vernachlässigt Sicherheit

Die Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Neuss bewerten die Werbegemeinschaften in der Stadt als zufriedenstellend. In der City läuft fast alles rund, in den Stadtteilen gibt's noch Luft nach oben. Das ist das Ergebnis der Studie „Stadtmarketing im interkommunalen Vergleich“ der IHK Mittlerer Niederrhein.

„Obwohl die Werbegemeinschaften die Zusam- menarbeit unterm Strich als zufriedenstellend bewerten, haben sie vor allem drei Kritikpunkte“, erläutert IHK-Geschäftsführer Andree Haack. So führe in den Augen der Händler die Fokussierung auf die Innenstadtstärkung zur Vernachlässigung der umliegenden Stadtteile. „Deshalb sollte die Zusammenarbeit vor allem mit den Stadtteil-Werbegemeinschaften intensiviert werden.“ Aus- gerichtet ist das Betätigungsfeld auf die Neusser Innenstadt. Zu zehn Prozent konzentriert sich das Marketing auf die Stadtteile.

Stadtmarketing in vielen Städten nicht wegzudenken

Daneben bemängeln die Händler, dass sich die Stadt Neuss nicht genügend um die Sauberkeit und Sicherheit kümmere. Laut Studie sollen sich Stadt und Werbegemeinschaften folglich besonders zu diesen Fragen regelmäßig austauschen. „Das Stadtmarketing ist für viele Städte und Gemeinden ein bedeutendes Thema und gehört längst zur geübten kommunalen Praxis“, erklärt Haack. Allerdings seien die finanzielle und die personelle Ausstattung von Kommune zu Kommune ebenso unterschiedlich wie die Organisation und die inhaltliche Ausrichtung.

So verfügt das Stadtmarketing der Stadt Neuss im Vergleich zu Krefeld und zur Marketinggesellschaft Mönchengladbach über ein deutlich geringeres Marketingbudget (ohne Personalkosten). „Auffällig ist die Mitarbeiterzahl“, erklärt IHK-Geschäftsführer Andree Haack. Mit 3,5 Mitarbeitern sei das Stadtmarketing ausgestattet. Gemessen an der Mitarbeiterzahl je 10.000 Einwohner verfügt Neuss laut Studie damit über relativ weniger personelle Kapazitäten als Kaarst, Nettetal oder Viersen. „Wir raten deshalb zu prüfen, ob die Marketinggesellschaft in Neuss personell ausreichend ausgestattet ist“, sagt Haack.

Private Akteure müssen zusammenwirken

Klar ist aber auch: „Die zunehmenden Handlungsanforderungen an das Stadt- marketing gehen mit sinkenden finanziellen Kapazitäten der Städte einher“, so der Geschäftsführer. Umso wichtiger sei es, das Engagement der vielen privaten Akteure wie Händler, Dienstleister, Eigentümer und Investoren zu nutzen und gemeinsam mit ihnen kooperativ zusammenzuwirken. „Schließlich prägen funktionierende Zentren das Image der Kommune über die Stadtgren- zen hinaus. Und dazu sollten alle Akteure ihren Teil beitragen.“

Für die Studie wurden die Stadtmarketing-Verantwortlichen in den 19 Städten und Gemeinden des IHK-Bezirks und die 64 Werbegemeinschaf- ten zu ihrer Organisation und zu ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit befragt. Die Ergebnisse ähnlich großer Städte und Gemeinden wurden miteinander verglichen. Die Studie gibt es hier.

(Redaktion)


 


 

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