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IHK-Umfrage

Unternehmen setzen wieder stärker auf Auslandsmärkte

Die Unternehmen von Velbert bis Viersen wollen 2016 mehr im Ausland investieren als im Vorjahr, insbesondere in den Ländern der Eurozone. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein bei rund 900 Unternehmen.

„In erster Linie dienen die Investitionen dem Ausbau von Vertrieb und Kundendienst in den Zielmärkten“, sagt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. In den vergangenen zwei Jahren hätten die Unternehmen zurückhaltender investiert und sich darauf beschränkt, das Niveau ihrer Auslandsengagements zu halten. „Insbesondere die geopolitischen Krisen in Russland und im Nahen Osten, aber auch die geringeren Wachstumsraten haben zu dieser Entwicklung beigetragen“, erklärt Berghausen. 2016 sei die Wirtschaft wieder etwas investitionsfreudiger. 25 Prozent der Unternehmen, die im Ausland aktiv seien, wollten ihre Budgets in diesem Jahr aufstocken, 13 Prozent hingegen diese einschränken.

Dienstleister wollen besonders stark investieren

Unter den Dienstleistern sei der Anteil der Unternehmen, die ihre Investitionen ausbauen wollten, mit 37 Prozent besonders hoch. „Dagegen erwarten wir bei den Großhändlern und in der Industrie nur leicht steigende Investitionsbudgets“, so Berghausen. Wie die IHK-Analyse zeigt, wollen zwei Drittel der befragten Unternehmen insbesondere in der Eurozone investieren. „Dort entfällt das Wechselkursrisiko und die Konjunktur wird stabiler als noch vor einigen Jahren eingeschätzt“, erläutert Berghausen. Neben Europa bleibt China weiter ein wichtiges Investitionsziel. 21 Prozent der befragten Unternehmen investieren im Reich der Mitte, bei den Industriebetrieben sind es sogar 25 Prozent.

Keine Unternehmensabwanderung

Der IHK-Hauptgeschäftsführer räumt auch mit dem Vorurteil auf, dass Auslandsinvestitionen nahezu zwangsläufig zur Abwanderung von Unternehmen führen. Denn die IHK-Analyse zeige, dass zwei Drittel der befragten Unternehmen in erster Linie in die Stärkung von Vertrieb und Kundendienst im Ausland investieren wollen. „Die Politik darf aber dennoch die Standortbedingungen vor Ort nicht vernachlässigen. Denn 16 Prozent der Industriebetriebe, die sich international stärker engagieren wollen, planen auch, Teile ihrer Produktion ins Ausland zu verlagern, um Kosten zu sparen“, hebt Berghausen hervor. Bei den Dienstleistern fasse dies sogar jedes fünfte Unternehmen ins Auge. Zu den Hindernissen bei Auslandsengagements befragt, nannten 28 Prozent der Unternehmen politische Risiken, hohe bürokratische Hürden (26 Prozent) und mögliche Währungsrisiken (25 Prozent).

(Redaktion)


 


 

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