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  • 26.11.2012, 03:05 Uhr
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IHK Mittlerer Niederrhein

Umsatzeinbrüche im dritten Quartal

Die Industrie am Mittleren Niederrhein musste im dritten Quartal des Jahres einen empfindlichen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal hinnehmen. Insbesondere der Auslandsumsatz ist geschrumpft. Dies ist das Ergebnis einer Analyse der zuständigen Industrie- und Handelskammer.

„Die wesentliche Ur- sache für den deut- lichen Rückgang ist, dass im Vorjahres- zeitraum einige wenige Großaufträge mit sehr hohen Umsatzzahlen realisiert werden konnten. So lassen sich die starken Einbußen in der aktuellen Berechnung erklären“, erläutert Rainer Növer, IHK-Ge- schäftsführer für Wirtschaftspolitik. Insofern sei das Minus etwas überzeichnet und stelle kein exaktes Abbild der wirtschaftlichen Gesamtlage dar.

Konjunktur flaut langsam ab

Der Umsatzrückgang im Verarbeitenden Gewerbe am Niederrhein ist mit 10 Prozent außerordentlich deutlich. In Nordrhein-Westfalen schrumpften die Erträge lediglich um knapp 4 Prozent. „Es kommen zwei Faktoren zusam- men: Das dritte Quartal 2011 war gerade am Niederrhein wirklich gut. Zudem spüren wir ein langsames, aber branchenübergreifendes Abkühlen der Kon- junktur“, erklärt Növer.

Die Exporterträge schrumpften mit knapp 14 Prozent sogar noch etwas stär- ker, während in NRW der Rückgang wiederum lediglich 4 Prozent betrug. „Die im dritten Quartal des Vorjahres am Niederrhein realisierten Großaufträge stammten insbesondere aus dem Ausland. Zudem fließen hier die sinkenden Bestellungen aus den südeuropäischen Krisenländern wie Italien und Spani- en, aber auch das in diesem Jahr weniger dynamische Geschäft mit China ein“, so Növer. Bei einer Exportquote von über 50 Prozent zeige dies Wirkung.

Industrie im Kreis Neuss mit Umsatzplus

Innerhalb der vier Teilregionen des Mittleren Niederrheins stellt sich die Lage unterschiedlich dar. So mussten Krefeld und Mönchengladbach mit 28 bzw. 29 Prozent kräftige Einbußen hinnehmen. Im Kreis Viersen ging der Umsatz um knapp 7 Prozent zurück. Dagegen konnte die Industrie im Rhein-Kreis Neuss ein Plus von 5 Prozent verzeichnen. Dies ist insbesondere auf den deutlich gestiegenen Auslandsumsatz von 11 Prozent zurückzuführen.

„Die Chemie ist die einzige Branche am Niederrhein, die im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus aufweist“, sagt Növer. Dies falle mit 14 Prozent zudem deutlich aus. Für den IHK-Geschäftsführer ist dafür vor allem das Auslands- geschäft der Chemischen Industrie verantwortlich. Die Exporterträge stiegen um 22 Prozent an.

Substanzielle Umsatzrückgänge mussten dagegen die Metallerzeuger, die Druckereibranche (jeweils -12 Prozent) sowie die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren (-16 Prozent) hinnehmen. Noch stärker war das Minus beim Maschinenbau (-48 Prozent). „Damit liegt die Branche in etwa wieder auf dem Niveau von 2010“, so Növer.

(Redaktion)


 


 

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