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Immobilien-Investments Düsseldorf

Gute Halbjahresbilanz für 2016

Mit einem Umsatz von rund 665 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016 hat der Düsseldorfer Immobilien-Investmentmarkt eines der besten Ergebnisse der vergangenen zehn Jahre erzielt. Der Vorjahreswert wurde zwar um rund 27 % verfehlt, dafür basiert das aktuelle Ergebnis zu einem viel höheren Anteil auf Einzeltransaktionen.

Grundlage der Zahlen ist eine Analyse von BNP Paribas Real Estate, einem internationalen Beratungshaus für Gewerbeimmobilien. „Im ersten Halbjahr 2015 sorgten anteilig eingerechnete Portfoliotransaktionen für rund zwei Drittel des Ergebnisses. Aktuell liegt der Beitrag von Objekten, die innerhalb größerer Pakete den Eigentümer wechselten, bei gerade einmal 9 % und damit so niedrig wie zuletzt 2011. Der bundesweite Rückgang an Portfolios hat sich dementsprechend direkt auf den Düsseldorfer Umsatz ausgewirkt. Da die Anzahl der verkauften Immobilien im Vorjahresvergleich stabil geblieben ist, ist das durchschnittliche Volumen pro Objekt deutlich gesunken und liegt zur Jahresmitte bei 17 Millionen Euro“, sagt Christoph Meszelinsky von BNP Paribas Real Estate Düsseldorfer. Im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum wurden bisher keine Abschlüsse im dreistelligen Millionenbereich registriert. In den Größenklassen bis 100 Millionen Euro wurde dagegen in der Summe sogar etwas mehr als zuvor umgesetzt (+12 %). Besonders im mittleren und großen zweistelligen Millionenbereich war ein lebhaftes Geschehen zu beobachten, sodass beide Kategorien ihren Anteil ausbauen konnten und nun bei rund 32 % liegen. Objekte zwischen 10 und 25 Millionen Euro steuern weitere 23 % bei. Die übrigen 13 % entfallen auf das kleinste Segment bis 10 Millionen Euro.

Büroimmobilien sind führende Assetklasse

Nachdem im Vorjahr durch den Portfolioverkauf der Kaufhof-Warenhäuser noch Einzelhandelsimmobilien in Führung lagen, sind im ersten Halbjahr 2016 Büroimmobilien die mit Abstand führende Assetklasse. Mit einem Anteil von rund 74 % beziehungsweise einem Volumen von knapp unter 500 Millionen Euro ist sie dabei auch die einzige Nutzungsart, in die im Vorjahresvergleich mehr investiert wurde (+68 %). Einzelhandelsobjekte sind mit 13 % dagegen im langjährigen Vergleich eher unterdurchschnittlich repräsentiert und landen abgeschlagen auf Platz zwei. Etwas umfangreicher wurde noch in Logistikimmobilien investiert, diese halten mit fast 8 % einen ähnlichen Anteil wie zur Jahresmitte 2015. Hotel-Investments konnten trotz der extrem hohen Nachfrage in diesem Segment bisher nur sehr vereinzelt registriert werden und sorgen für etwas unter 1 % des Umsatzes. Insgesamt wird das Transaktionsvolumen jedoch nicht nur in diesem, sondern auch in allen übrigen Segmenten durch das zu geringe Angebot begrenzt.

Fast die Hälfte des Volumens am Cityrand

Rund 47 % des Volumens entfallen im ersten Halbjahr 2016 auf den Cityrand, der damit an den Citylagen vorbeizieht. Hinsichtlich der Anzahl der Transaktionen liegen die Teilbereiche jedoch recht nah beieinander, lediglich die durchschnittlichen Objektvolumina waren im Cityrand in etwa dreimal so groß wie in allen übrigen Lagen. Die Teilmärkte in der Peripherie finden sich wie zuvor mit knapp 21 % auf dem zweiten Rang, gefolgt von den Nebenlagen mit rund 18 %. Die Citylagen müssen den höchsten Rückgang verkraften und kommen auf einen außerordentlich geringen Beitrag von rund 15 %. Besonders in dieser Lage – eigentlich eine der beliebtesten des Düsseldorfer Markts – macht sich der Mangel an großvolumigen Assets bemerkbar.

„Der Mangel an großvolumigen Objekten, besonders im Core- und Core-Plus-Segment findet im ersten Halbjahr deutlichen Niederschlag im Zahlenwerk. Da das Investmentvolumen in keinster Weise die tatsächliche Nachfrage widerspiegelt, ist eine Prognose zum voraussichtlichen Jahresendvolumen nur schwer möglich. Sollte sich das großvolumige Segment nicht noch deutlich beleben, dürfte es aus heutiger Sicht schwer werden, die 2-Mrd.-€-Marke erneut zu durchbrechen. Für die Renditen kann derweil ein weiterer Rückgang nicht ausgeschlossen werden“, so Christoph Meszelinsky.

(Redaktion)


 


 

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