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Industrie am Mittleren Niederrhein

Gutes erstes Quartal

Die Industrie am Mittleren Niederrhein ist laut einer IHK-Analyse gut ins Jahr 2014 gestartet. Sowohl die Inlands—als auch die Auslandsumsätze sind gestiegen. Trotzdem ist der Blick in die Zukunft nicht ungetrübt.

Nach einer Analyse der Industrie- und Handelskammer auf Basis von Daten des Statistischen Landesamtes NRW (IT.NRW) sind „sowohl die Inlands- als auch die Auslandsumsätze in den ersten drei Monaten des Jahres gestiegen“, so Elmar te Neues, Vizepräsident der IHK Mittlerer Niederrhein. Ob die Entwicklung in dieser Dynamik anhält, sei aufgrund der eher mäßigen Exporterwartungen jedoch fraglich. Die verarbeitenden Betriebe in der Region erzielten im ersten Quartal des Jahres 2014 ein ordentliches Umsatzplus von 5,3 Prozent. Die Umsatzsteigerung der Industrie in Nordrhein-Westfalen insgesamt lag dagegen nur bei 1,8 Prozent. „Im Außen- und im Binnenhandel konnte am Mittleren Niederrhein ein Anstieg der Geschäftstätigkeit festgestellt werden“, konstatiert te Neues. Die Exporttätigkeit nahm um 5,9 Prozent zu, während sich die innerdeutschen Geschäfte um 4,5 Prozent erhöhten. Die IHK ist jedoch skeptisch, dass insbesondere der Export in diesem Tempo weiter wächst. „Unsere Konjunkturumfrage hatte erst kürzlich ergeben, dass die Exporterwartungen für den weiteren Jahresverlauf nicht mehr so optimistisch wie noch zu Jahresbeginn sind. Gründe sind die verminderte Wachstumsdynamik in den Schwellenländern und die Krise in Ost-Europa“, erläutert der IHK-Vizepräsident.

Unterschiede in den Teilregionen

In den vier Teilregionen stellt sich die konjunkturelle Lage der Industrie unterschiedlich dar. Insbesondere im Rhein-Kreis Neuss (+9 Prozent) und im Kreis Viersen (+7 Prozent) können im ersten Quartal merkliche Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum festgestellt werden. Während dies im Rhein-Kreis insbesondere auf den Export (+11 Prozent) zurückzuführen ist, meldeten die verarbeitenden Betriebe im Kreis Viersen ein deutliches Wachstum des Inlandsumsatzes (+8 Prozent). In der Stadt Krefeld konnten die Industrieunternehmen ihren Umsatz um 4 Prozent erhöhen. Damit liegt dieses Ergebnis unter dem Durchschnitt der verarbeitenden Betriebe in der Region Mittlerer Niederrhein. Aber: Sowohl der Anstieg im Binnen- (+2 Prozent) als auch im Außenhandel (+5 Prozent) ist dynamischer als in Nordrhein-Westfalen. Deutlich negativer stellt sich die Situation dagegen in Mönchengladbach dar. Während die Industriebetriebe der Vitusstadt ihre Inlandsumsätze leicht (+0,1 Prozent) erhöhen konnten, brach der Exportumsatz um 9 Prozent ein. Unter dem Strich bleibt damit ein deutliches Minus von 4 Prozent der Gesamtumsätze.

Chemie und Textil boomen, Maschinenbau schwächelt

Auch innerhalb der verschiedenen Branchen offenbart die Analyse Unterschiede hinsichtlich der Ertragsentwicklung. Eine merkliche Umsatzsteigerung konnten die Chemische Industrie (+12 Prozent), die Textilhersteller (+9 Prozent) und die Kunststoffindustrie (+7 Prozent) erzielen. Dagegen verzeichneten der Maschinenbau (-25 Prozent), die Metallerzeuger (-15 Prozent) und das Druckgewerbe (-15 Prozent) deutliche Rückgänge ihrer Erträge. „Im Maschinenbau lag dies an einem deutlich rückläufigen Export“, erklärt te Neues.

(Redaktion)


 


 

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