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Industrie am Niederrhein

Exportumsätze steigen

Die Industrie am Mittleren Niederrhein scheint von der der Ukraine-Krise und anderen weltpolitischen Turbulenzen unbeeindruckt zu sein. Auch im zweiten Quartal 2014 wurde ein Umsatzplus bei den Exporten erzielt.

Um drei Prozent konnten die verarbeitenden Betriebe am Niederrhein ihre Umsätze im zweiten Quartal 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Das Plus konnte bei den Exportumsätzen (+4,7 Prozent) und bei den Inlandserträgen (+1,3 Prozent) verzeichnet werden. In Nordrhein-Westfalen war die Entwicklung der Umsätze im zweiten Quartal merklich schwächer als am Niederrhein. Im Bundesland insgesamt musste die Industrie sowohl bei den Inlands- als auch bei den Auslandserträgen Einbußen von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Analyse der IHK Mittlerer Niederrhein auf Basis von Daten des Landesbetriebs IT.NRW. „Die Entwicklung der Industrie am Niederrhein war besser als in Nordrhein-Westfalen insgesamt“, erklärte IHK-Vizepräsident Elmar te Neues. Insbesondere das Auslandsgeschäft sei im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Gutes wirtschaftliches Signal

„Gemessen an der Stimmung zu Jahresbeginn bleibt die Konjunktur hinter ihren Erwartungen zurück. Das deutliche Plus bei den Außenhandelserträgen der niederrheinischen Industrie ist allerdings dennoch ein gutes wirtschaftliches Signal“, erklärt te Neues. Schließlich sei das weltwirtschaftliche Umfeld derzeit von einigen Schwierigkeiten geprägt. Die Schwellenländer schwächeln, der Russland-Ukrainekonflikt belastet den Export in diese Länder, und auch die großen Volkswirtschaften in der Euro-Zone meldeten zum zweiten Quartal eher schwache Wachstumszahlen. Innerhalb der Teilregionen des Mittleren Niederrheins hat im zweiten Quartal vor allem die Industrie der Stadt Mönchengladbach steigende Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielen können. Die Erträge stiegen um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Leitbranchen entwickeln sich unterschiedlich

Insgesamt betrachtet ist die Bilanz des ersten Halbjahres der verschiedenen Städte und Kreise des Mittleren Niederrheins sehr ausgeglichen: Die Industrie der Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie des Rhein-Kreises Neuss kommen für das zweite Quartal auf ein Plus von vier Prozent, die verarbeitenden Betriebe im Kreis Viersen haben ein Plus von fünf Prozent erzielt. Die Entwicklung der industriellen Leitbranchen ist dagegen in der Region im zweiten Quartal sehr unterschiedlich. Ein Umsatzplus konnten der Maschinenbau (+10 Prozent) und die Chemische Industrie (+2 Prozent) erzielen. „Der Maschinenbau am Niederrhein hatte allerdings im ersten Quartal einen kräftigen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erlitten, so dass auf das gesamte erste Halbjahr gerechnet immer noch ein Umsatzminus zu Buche steht“, erläutert te Neues. „Diese Branche ist zudem sehr stark abhängig vom Russland-Geschäft und damit von der Krise in Osteuropa besonders betroffen“, erklärt te Neues die Geschäftsrisiken für den Maschinenbau.

Schlechter lief das zweite Quartal für die Ernährungsindustrie (-6 Prozent) und die Metallerzeugung und -bearbeitung (-11 Prozent). „Auch die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mussten ein Minus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verkraften“, erklärt te Neues. Eine Prognose für die kommenden Monate stellt sich aus Sicht der IHK derzeit schwierig dar. „Es ist momentan schwer abzuschätzen, welchen Einfluss die weltwirtschaftliche Gemengelage in den kommenden Monaten auf die niederrheinische Wirtschaft haben wird“, so der IHK-Vizepräsident.

(Redaktion)


 


 

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