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Security Report

Porno-Reklame und Anti-Viren-Fakes schleichen sich über soziale Netzwerke ein

JavaScript-Objekte, die meist pornografische Werbung einblenden, waren Ende 2010 die weltweit verbreitetste Form unerwünschter Software. Das geht aus dem aktuellen Microsoft Security Intelligence Report (SIR) hervor. Ebenfalls verbreitet ist falsche Antiviren-Software.

Einen Boom haben im zweiten Halbjahr 2010 insbesondere Phishing -Attacken auf sozialen Netzwerken erlebt - sie waren in diesem Zeitraum bereits für 84,5 Prozent aller Zugriffe auf Phishing-Seiten verantwortlich.

Die Analyse von über 600 Mio. PCs ergab ferner, dass Ende 2010 weltweit etwa neun von 1.000 Computern mit Schädlingen infiziert waren. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland liegen die Infektionsraten erfreulicher Weise unter dem globalen Schnitt. Einmal mehr zeigt die Statistik auch, dass Rechner insbesondere mit der 64-Bit-Version von Windows 7 deutlich seltener betroffen sind als Windows-XP-PCs.

Diebstahl-Klassiker im neuen Gewand

Phishing zum Diebstahl von persönlichen Daten oder Passwörtern ist ein Klassiker, der sich im zweiten Halbjahr 2010 extrem ins soziale Web verlagert hat. Fast 17 von 20 Phishing-Seitenabrufen gingen in diesem Zeitraum auf Attacken über Facebook und Co zurück, was laut Microsoft einen Anstieg um unglaubliche 918 Prozent bedeutet. Cyberkriminelle nutzen dabei das große Vertrauen der User in die Netzwerke aus. "Was vor zehn Jahren an Attacken per E-Mail kam, kommt heute zunehmend über soziale Netzwerke", meint Microsoft-Sicherheitssprecher Gerhard Göschl gegennüber pressetext.

Verändert hat sich auch, wie Cyberkriminelle ihre Schädlinge zu verbreiten suchen. Mit dem dritten Quartal 2010 haben der Microsoft-Analyse zufolge JAVA-Lücken alle anderen Angriffsvektoren überflügelt. Das könnte mit der wachsenden Verbreitung von Smartphones und Tablets zusammenhängen.


 


 

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