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Internet-Handel

Fast die Hälfte der Deutschen kauft lieber online

Rund 40 Prozent der Deutschen kaufen am liebsten online ein. Dabei gibt es immer weniger Unterschiede nach Alters- und Bevölkerungsgruppen. Das beliebteste Produkt, das online gekauft wird, sind Bücher.

Zum vierten Mal in Folge haben der Bundesverband E-Commerce, der Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) und die Creditreform Boniversum im Herbst aktuelle Zahlen zu Einkaufspräferenzen im Online- und Versandhandel veröffentlicht. Die repräsentative Untersuchung gibt detailliert Auskunft darüber, wo Verbraucher am liebsten einkaufen. Und dabei setzt sich der Trend der letzten Jahre fort: Rund 40 Prozent der Verbraucher kaufen bevorzugt online ein. Das entspricht einer Steigerung von 1,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Auch mit Blick auf die Produktbereiche zeigen sich stabile Tendenzen. So kaufen Kunden vor allem technik- und unterhaltungsaffine Produkte am liebsten im Internet, wenn auch mit einem leichten Rückgang (2013: 61 Prozent, 2014: 58,1 Prozent). Waren des persönlichen Bedarfs wie Medikamente, Schmuck und Uhren werden zwar nach wie vor eher im stationären Handel gekauft, dabei ist aber weiterhin ein deutlicher Rückgang zu beobachten (2013: 69 Prozent, 2014: 62,9 Prozent).

Bücher sind beliebteste „Online-Ware“

Die Liste der am liebsten online gekauften Warengruppen führen Bücher an, die in diesem Jahr erstmals separat abgefragt wurden. Nach Unterhaltungselektronik und Computerzubehör folgen Gutscheine. Aber auch die untere Hälfte der Rangliste ist interessant: Hier stehen Warengruppen wie Möbel und Heimwerkerbedarf, die zwar aktuell noch einen geringen Anteil des E-Commerce-Volumens ausmachen, sich aber wachsender Beliebtheit erfreuen und großes Potential bergen. Lebensmittel haben nach wie vor die Spitzenstellung bei den Einkaufspräferenzen im klassischen Einzelhandel inne. Die logistischen und technologischen Entwicklungen versprechen für die nächsten Jahre hier allerdings eine spannende Entwicklung. „Diese Zahlen bestätigen, dass sich vor allem ein Blick auf die bisher noch wenig im E-Commerce etablierten Produktgruppen lohnt. Möbel und Do-It-Yourself-Artikel, aber auch Lebensmittel, werden in den kommenden Monaten und Jahren der Branche wichtige Impulse verschaffen“, so Martin Groß-Albenhausen vom bevh.

Kundenprofile gleichen sich an

Auch die Betrachtung nach soziodemografischen Gesichtspunkten belegt eine stabile Entwicklung. Männer und jüngere Menschen sind zwar nach wie vor diejenigen, die den Online-Einkauf am stärksten nutzen, aber die Unterschiede verschwimmen zunehmend. So bevorzugen laut der Untersuchung 39 Prozent der Frauen und 42,3 Prozent der Männer den Einkauf übers Internet. Die Analyse nach Altersgruppen zeigt unter anderem die stärksten Zuwächse bei der ältesten (über 60 Jahre) und jüngsten Altersgruppe (bis 29 Jahre). Onlineshopping ist also in immer stärkerem Maße in allen Bevölkerungsschichten etabliert. „Der Online-Einkauf wird immer selbstverständlicher. Inzwischen haben auch die älteren Generationen das Online-Shopping für sich entdeckt. Wir empfehlen daher Händlern, auch beim Angebot der Zahlarten diese Zielgruppe zu berücksichtigen und generell eine möglichst große Auswahl an Zahlmethoden im Shop zur Verfügung zu stellen“, so Ralf Zirbes, Geschäftsführer von Boniversum.

Den ausführlichen Bericht inklusive Tabellen gibt es hier.

(Redaktion)


 


 

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